Die „börse“ lädt heute Abend (8.11.) im Rahmen ihrer Veranstaltungsreihe „Kulturkampf von rechts“ zu einer Diskussionsveranstaltung ins Kommunikationszentrum , Wolkenburg 100 ein. Referent zum Thema: „Kulturkampf von rechts und die neue deutsche Soziale Frage“ ist Richard Gebhardt, Politikwissenschaftler, Erwachsenenbildner und Publizist.
 „Der Vortrag analysiert die Rolle des neuen Sozialpopulismus im Kulturkampf von rechts und fragt nach den Kräfteverhältnissen in der politischen Kultur der Gegenwart“, heißt es dazu in der Einladung.

Bereits im Vorfeld der Veranstaltung hatte es dazu heftige Reaktion des AfD Kreisverbands Wuppertal gegeben. So soll der stellvertretende Sprecher der AfD, Peter Hoppe, unter anderem an seine Parteifreunde geschrieben haben: „Der Knabe (Anm. Redaktion: gemeint ist der Referent) arbeite auch für Ver.Di.
 Somit dürfte natürlich klar sein, was da kommt. Wer von Euch hat also Lust auf ein bischen subversive Tätigkeit (...).“

Dazu teilte der Veranstalter heute mit: „Wir, die börse und ihre Mitarbeiter, haben keine Lust auf subversive, also in gutes Deutsch übersetzt, aufwieglerische, umstürzlerische oder staatsfeindliche Tätigkeiten von Mitgliedern der AfD oder anderen rechtspopulistischen Organisationen und Parteien in unserer angekündigten Veranstaltung. 
Der gewerkschaftsfeindliche Tonfall, der hier zum Ausdruck kommt und die Provokationsstrategie, die der AfD auch in unserem Fall zur Aufmerksamkeit verhelfen soll, bestätigt ja eine Kernthese des zu erwartenden Vortrags: Es geht diesen „Verfechtern der freien Meinungsäußerung“ faktisch um die Störung der öffentlichen Debatte und die Herabsetzung von Menschen mit anderen politischen Meinungen.“

Man werde „allen bekannten Personen, die der AfD oder anderen rechtspopulistischen Organisationen oder Parteien angehören, den Zutritt zum Gebäude der börse verwehren und nötigenfalls ein Hausverbot erteilen“, heißt es dazu weiter.  „Wer vorsätzlich und organisiert zu aufwieglerischen, subversiven Tätigkeiten und Aktionen in einer offenen und demokratisch organisierten Veranstaltung“ aufrufe, verwirke sein Recht auf Teilnahme.