Die Wuppertaler Mitarbeiter der C&A Filialen in der Herzogstraße und auf dem Werth werden möglicherweise bald ihr Gehalt aus China bekommen. Die Eigentümer der Textilkette planen nach Spiegel-Informationen das Unternehmen an Investoren aus China zu verkaufen. Der Deal soll angeblich kurz vor dem Abschluss stehen, erfuhr das Magazin.

Das Unternehmen steht wegen der wachsenden Konkurrenz durch Ketten wie Zara und Primark, aber auch durch die Online-Konkurrenz wirtschaftlich stark unter Druck.

1841 als Konfektionsgeschäft gegründet

Die aus dem westfälischen Mettingen stammenden Brüder Clemens und August Brenninkmeyer, daher der Firmenname C&A, gründeten 1841 im niederländischen Sneek das erste Konfektionsgeschäft. Heute zählt der Brenninkmeijer-Clan mit einem geschätzten Vermögen von mehr als 20 Milliarden Euro zu den reichsten Familien in Europa.

Die Anteile der streng katholischen Familiensippe sind in der Cofra Holding AG mit Sitz in Zug in der Schweiz gebündelt. Der wiederum gehört das Modeunternehmen CA& mit mehr als 1500 Filialen in 18 europäischen Ländern. C&A beschäftigt mehr als 35.000 Mitarbeiter und gehört zu den größten Modehandelsunternehmen Europas. Der Umsatz von C&A in Deutschland lag im Geschäftsjahr 2016/2017 bei rund 2,6 Milliarden Euro.

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