Nach der anfänglich heftigen Kritik am Polizeieinsatz anlässlich der Demonstration rechter Kräfte am vergangenen Wochenende, bekommt die Polizei jetzt auch Rückendeckung. Andreas Bialas bringe die Polizei „wissentlich und absichtlich in Misskredit und stellt nicht nur die handelnden Beamten sondern alle Polizistinnen und Polizisten unseres Landes unter Generalverdacht“, heißt es in einer Presseerklärung des stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion Gregor Golland:

Nach Auffassung von Golland lasse Andreas Bialas mit seinem Handeln die ihm obliegende Sorgfaltspflicht als Landtagsabgeordneter in besonderer Weise außer Acht. Das sei unerhört und eines Abgeordneten unwürdig. 

"Gerade Herr Bialas als ehemaliger Polizist sollte wissen, dass eine Festnahme immer im Zusammenhang mit dem Verhalten aller vor Ort befindlichen Akteure zu sehen ist“, so der CDU Fraktions-Vize weiter. Das alles zeige „die mangelnde Wertschätzung denjenigen gegenüber, die sich Tag für Tag in unserem Auftrag für die Einhaltung der Regeln unseres Rechtstaates einsetzen“.

Die Polizei habe richtig gehandelt, sagen auch Wuppertals Liberale. Die FDP kritisiert die Veröffentlichung eines „völlig aus dem Zusammenhang gerissenen Videoausschnitts." "Wenn ein Abgeordneter und ehemaliger Polizist wie Andreas Bialas einen Videoschnipsel von der Festnahme des Jobcenter-Chefs Thomas Lenz in sozialen Netzwerken postet, auf dem der Tathergang nicht erkennbar ist, und die Polizei bezichtigt, unverhältnismäßig gehandelt zu haben, dann ist das unverantwortlich und nicht hinnehmbar", so der FDP-Fraktionsvorsitzende Alexander Schmidt. „Wir vertrauen unseren Polizeibeamten, die in der Regel einen erstklassigen Job machen.“ Niemand werde ohne Grund festgenommen.