Jetzt ist klar, wie glücklich die Wuppertaler sind. Das Wuppertal Institut stellte jetzt erste Ergebnisse seiner Forschung vor, die seit einem halben Jahr mit Hilfe einer App läuft.

Seit 2017 haben viele Wuppertaler den „Glücks-Dreikampf“ absolviert – Glücks-App herunterladen, Fragen beantworten und regelmäßig das allgemeine Empfinden bewerten. - das haben seit Mai 2017 viele Wuppertaler Bürger getan. Mit der App „Glücklich in Wuppertal“, gemeinsam mit der Happiness Research Organisation entwickelt, wollten die Forscher herausfinden, welche Faktoren Einfluss auf das individuelle Glück nehmen und ob sich daraus Leitlinien für die Stadt entwickeln lassen, um Wuppertal noch glücklicher zu machen.

Wuppertal muss sich nicht verstecken

Zwei Befragungsrunden haben die Wissenschaftler bereits mit den Wuppertaler App-Nutzern durchgeführt, nun gab es erste Ergebnisse: „Wuppertal muss sich im nationalen und internationalen Vergleich auf keinen Fall verstecken“, sagte Hans Haake, Projektkoordinator am Wuppertal Institut, bei der offiziellen Vorstellung der Ergebnisse. Manche Kennzahlen wiesen sogar auf eine leicht höhere Zufriedenheit der und Wuppertaler im Vergleich zu den Durchschnittswerten in Deutschland oder Nordrhein-Westfalen hin. Cronenberg zum Beispiel, so zeigen die Ergebnisse, ist besonders glücklich.

Die Untersuchung hat laut Wuppertal Institut außerdem gezeigt, dass insbesondere die Infrastruktur für Autofahrer und Fahrradfahrende, die Lärmbelastung, mangelnde Sauberkeit und die Angebote für Menschen mit Behinderungen zu Unzufriedenheit führten. Klar positiv äußerten sich die Wuppertaler zum Ausbau der Nordbahntrasse und zur Wiedereröffnung der B7. Zum Bau der Seilbahn fielen die Meinungen der Teilnehmer gemischt aus. Eine Überraschung ist das nicht.

Erkenntnisse sollen in Stadtplanung einfließen

Die Erkenntnisse sollen künftig in die Pläne zur Stadtentwicklung mit einfließen. Deshalb ließ es sich Oberbürgermeister Andreas Mucke auch nicht nehmen, bei der offiziellen Vorstellung der Ergebnisse im Wuppertal Institut dabei zu sein und mitzudiskutieren. Mucke schätzt die Möglichkeiten, die die Glücks-App bietet: „Wir haben am Wochenende bei einer großen Veranstaltung (Offene Kommunen NRW) in der Volkshochschule über die Smart City diskutiert und die App ist ein wichtiger Teil davon. Und jetzt sehen wir: Das funktioniert. Quer durch Wuppertal nutzen Menschen die App und wir werden jetzt gemeinsam mit den Wissenschaftlern genau schauen, wo wir konkret was umsetzen können. Und vor allem, wie wir die digitalen Möglichkeiten auch in unseren Strategieprozessen einbauen werden.“