Im Februar 2005 eröffnete Erich Bethe im Ortsteil Heckinghausen mit einem spektakulären Event und viel Prominenz das Wuppertaler ArtHotel. Man sparte an nichts.16 Zimmer hatten eine eigene Sauna. Es gab 10 Hochzeitssuiten und 30 Künstlerzimmer, jeweils von einem anderen Künstler gestaltet. Die ehemalige Engels-Fabrik hatte sich in ein glanzvolles Nobelhotel verwandelt.

Dann kam der November 2015. Nach entsprechenden Umbauten ziehen 600 Flüchtlinge ein. Das Land NRW hatte einen Vertrag mit dem Hotelbetreiber abgeschlossen, der jedoch in Kürze ausläuft. Es gibt auch keinen Bedarf mehr für diese Einrichtung und keine Notwendigkeit, monatlich 150.000 Euro Mietkosten an den Eigentümer zu überweisen.                                                                

Jetzt will die Stadt Wuppertal mit dem Eigentümer über die Umwandlung und Nutzung zu einer Schule verhandeln. Der Bau der angedachten Gesamtschule wird mit 45 Millionen Euro veranschlagt. Die Schwierigkeiten dieser Finanzierung sind der Stadt bekannt. Das Geld muss aus Berlin und Düsseldorf bereitgestellt werden. Sollte alles klappen, hätte Wuppertal im Sommer 2023 seine 7. Gesamtschule. Bautechnische Probleme könnte der Zuschnitt der Räume mit sich bringen. Zudem fehlt eine Sporthalle. Die soll voraussichtlich auf dem alten Aldi-Gelände errichtet werden.

Übrigens: Als Standort stand änfänglich auch das ehemalige Gelände der Luhns GmbH in der Schwarzbach zur Debatte.