Mit einem Rundgang durch Elberfeld setzt die Begegnungsstätte Alte Synagoge morgen (13.5.) ihre regelmäßig angebotenen historischen Stadtführungen zur NS-Geschichte in Wuppertal fort. Unter Leitung von Michael Okroy werden bekannte und weniger bekannte Orte in der Elberfelder Innenstadt vorgestellt. Dazu gehört auch das Evangelische Vereinshaus an der Kasinostraße, das in den 1920er Jahren eine Keimzelle der Nazi-Bewegung war. Hitler, Goebbels und andere NS-Prominente traten hier mit ausdrücklicher Duldung der Hausherren als Versammlungsredner auf.

Nicht weit davon entfernt befindet sich das einstige prächtige Warenhaus der Leonhard Tietz AG, das schon 1933 "arisiert" und in "Westdeutsche Kaufhof AG" umbenannt worden war. Weitere Stationen des etwa zweistündigen Stadtrundgangs sind unter anderem das ehemalige Gestapogefängnis in der Von der Heydts-Gasse, die Stadtbibliothek, die ehemalige SA-Kaserne an der Aue, die frühere Erb-und Rasseberatungsstelle des Gesundheitsamtes an der Luisenstraße, die NSDAP-Parteizentrale im Deweerthschen Garten, das IHK-Gebäude und das einstige "Judenhaus" in der Friedrich-Ebert-Straße, deren Bewohner im Juli 1942 in das KZ Theresienstadt deportiert worden sind.  

Treffpunkt ist um 15 Uhr die Grünanlage an der Zentralbibliothek, Kolpingstrasse 8.