Am 24. Mai 2017 findet die Polizei abends in einem sozialtherapeutischen Wohnheim die Leichen von drei Männern im Alter von 38 bis 63 Jahren. Dringend der Tat verdächtig: Der 42-jähriger Sascha M., der, mit mehreren Messern bewaffnet, in dem Diakonie-Wohnheim über die späteren Opfer hergefallen sein soll. Neun Monate nach der Bluttat hat des Landgericht Wuppertal heute (16.2.) die Unterbringung des Täters in einer geschlossenen psychiatrischen Klinik angeordnet. Weil er an einer schizophrenen Psychose leidet, war er zur Tatzeit schuldunfähig. Wie vom Anwalt des Täters bereits bei Prozessbeginn beantragt, fand die Verhandlung unter Ausschluß der Öffentlichkeit statt, das Urteil selbst wurde aber öffentlich verkündet.

In seiner Begründung bemängelte der Vorsitzende Richter, man habe auf eine Verschlechterung der psychischen Situation des Angeklagten nicht entsprechend reagiert. Schon vor seiner Unterbringung in dem sozialtherapeutischen Wohnheim war der Angeklagte in einer psychiatrischen Klinik,  dort aber auf Bewährung entlassen worden. Die damit verbundenen Auflagen habe er nicht befolgt. Niemand habe sich um den Angeklagten gekümmert und auf seine Auffälligkeiten reagiert.