Auch am Donnerstagmorgen musste die Schwebebahn wieder eine Zwangspause einlegen. Schon um 5.30 Uhr mussten die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) ihre Fahrgäste informieren, dass die Bahn nicht fuhr. Grund war ein nicht vollständig geöffnetes Rolltor in der Wagenhalle Oberbarmen. Ein Gelenktriebwagen blieb mit dem Drehgestell daran hängen. Der Vorfall sorgte für eine dreistündige Betriebsunterbrechung. „Ausgerechnet im Berufs- und Schülerverkehr. Das ist für unsere Kunden besonders ärgerlich und wir können uns nur dafür entschuldigen“, sagte WSW mobil-Geschäftsführer Ulrich Jaeger. Auch wenn die WSW sofort alternative Beförderungsangebote organisiert hatten, werden viele Kundinnen und Kunden ihre Zielorte verspätet erreicht haben. So wurde die parallel zur Schwebebahn verkehrende Buslinie 611 verstärkt und ein Pendelverkehr zwischen Varresbeck und Vohwinkel eingerichtet.

In der Wagenhalle Oberbarmen läuft zurzeit noch die Ursachenforschung. Fest steht: Das Rolltor oberhalb der Fahrschiene an der Ausfahrt der Wagenhalle war nicht geöffnet. Trotzdem hatte die Signalampel für den Schwebebahnfahrer auf grün geschaltet. Nach der Kollision ließ sich das Tor weder elektronisch noch mechanisch bewegen. Damit die Bahnen wieder freie Fahrt hatten, musste das eingedrückte Tor zerschnitten und komplett ausgebaut werden. Die an dem Vorfall beteiligte Bahn wurde vorsorglich aus dem Verkehr gezogen. Es handelt sich um eine der alten Bahnen. Die WSW überprüfen noch, ob eines der Drehgestelle beschädigt wurde.

Erst um 8.30 wurde der Schwebebahnbetrieb wieder aufgenommen.