Jetzt ist es klar: Bei dem metallenen Gegenstand, der bei Bauarbeiten an der Schloßbleiche in Elberfeld geortet wurde, handelt es sich nicht um eine Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg. Die City muss als nicht evakuiert werden.

Vorsichtig in Schichten von 30 Zentimetern und weniger hatten sich die Spezialisten des Kampfmittel-Beseitigungsdienstes (KBD) seit kurz nach 9 Uhr in den Boden vorgearbeitet. Dabei mussten auch Stützwände immer wieder weiter nach unten getrieben werden. Ein Felsbrocken verzögerte die Arbeiten zusätzlich. Das erklärt die Dauer, bis das nicht identifizierte Objekt in fast sieben Metern Tiefe gegen 13 Uhr erreicht worden war. Ursprünglich war der Gegenstand nur in einer Tiefe von etwa fünf Metern vermutet worden.

Die Szenerie in Elberfeld hatte schon etwas Spezielles: Viele Geschäfte waren während der Suchaktion geöffnet, warteten aber weitgehend vergeblich auf Kundschaft. Die Wuppertaler Bevölkerung hatte offenbar den Rat der Stadt befolgt, die Elberfelder Innenstadt an diesem Donnerstag zu meiden.

Stadtsprecher Thomas Eiting erklärte, der Felsbrocken habe das Metall abgesondert.


Alle Fotos: Stadt Wuppertal
 

  • Unabhängig von dem „Fund“ in Wuppertal stellt sich natürlich die Frage, warum die Kriegsüberbleibsel nicht schon längst beseitigt worden sind. Warum wurde damit nicht unmittelbar nach Kriegsende begonnen, als ohnehin alles weitgehend zerstört war? Vielleicht wissen die Älteren, die die Nachkriegszeit noch miterlebt haben, warum das seinerzeit offenbar kein Thema war. Wir sind auf Eure Meinung gespannt und hoffen auch auf Augenzeugenberichte.