Der Bombenverdacht am Piepersberg hat sich nach den am Dienstag fortgesetzten Bodentests erhärtet. Das beauftragte Fachunternehmen, das seit vergangener Woche das Gelände an der Stadtgrenze zwischen Wuppertzl-Vohwinkel und Solingen-Gräfrath untersucht, teilte mit, inzwischen auf sogar drei Verdachtspunkte für Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gestoßen zu sein. In sechs Metern Tiefe hat das Unternehmen Gegenstände geortet, bei denen es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um Bomben handelt. Absolute Klarheit wird es aber erst am Donnerstag-Vormittag (7. Dezember) geben, wenn die Gegenstände freigelegt werden.

Damit wird eine Evakuierung wahrscheinlich, die dann voraussichtlich gleich am Donnerstag durchgeführt werden wird, denn bestätigt sich der Verdacht, müssen die Experten umgehend die Entschärfung einleiten. Damit greifen dann die Evakuierungspläne, die bereits vor Beginn der Bodenuntersuchungen vorgestellt wurden. Es gibt damit die zwei Tage Vorlauf, auf die die Stadt Solingen bestanden hat.

Die Menschen in Gräfrath und dem benachbarten Vohwinkel müssen sich jetzt also für Donnerstag auf dieses Szenario einstellen – vermutlich ab der Mittagszeit. Es wird ein Evakuierungsradius von 600 Metern um den Fundort gezogen. 1.200 Menschen müssen dann ihre Wohnungen und Arbeitsplätze räumen. Rund 300 Betriebe sind betroffen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Solingen werden die Evakuierung kurzfristig mit Handzetteln sowie im Internet auf www.solingen.de, im Radio sowie in den sozialen Netzwerken ankündigen. Sollte es wider Erwarten doch noch eine Entwarnung geben, wird die Solinger Verwaltung, so verspricht sie auf ihrer Homepage, hierüber umgehend informieren.


Die Evakuierungszone, wie sie auf solingen.de einzusehen ist.