„Abholung Reparaturen“ steht auf einem Zettel, der an den Rolläden des Tat- Juweliergeschäfts in der Neuen Friedrichstraße angebracht wurde. Am 21. März wird die Filiale von 13 bis 15 Uhr noch einmal geöffnet. Insolvenzverwalter Rechtsanwalt Volker Quinkert bietet dann ehemaligen Kunden die Möglichkeit, ihre damals zur Reparatur gegebenen Gegenstände einzusehen und abzuholen. Meist handelt es sich um Uhren aber auch um Schmuckstücke und andere Wertgegenstände. Vor Ort kann man sich an diesem Tag auch von fachlich geschultem Personal beraten lassen.

Adil Tat scheint also nicht alles an Geld und Sachwerten mit auf seine Reise in die Türkei genommen wzu haben. Wie wir bereits am Samstag (17.3.) ausführlich berichteten, hat der ehemalige Wuppertaler Juwelier seine Kundschaft wohl um Millionen betrogen. Der Insolvenzverwalter geht von 1,7 Millionen Euro aus, davon 16. 000 Euro an Kommissionsware. Andere Hochrechnungen liegen bei 5 Millionen. Denn: „Viele haben aus Stolz oder Scham ihre Ansprüche erst gar nicht angemeldet“, glaubt ein ehemalige Mitarbeiter.