Wuppertals Freie Demokraten halten den Zustand unsers Hauptbahnhofs für unwürdig.  Sie fordern, die Bahn nicht aus der Verantwortung zu entlassen und mehr Druck auszuüben. 

Der Umbau des Döppersberg sei auf städtischer Seite fast abgeschlossen, aber der Gesamtzustand des Hauptbahnhofs sei unverändert unbefriedigend.  „Allen Fahrgästen, die nach, von und durch Wuppertal reisen, bietet der Hauptbahnhof ein desaströses Bild“, so Alexander Schmidt, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Wuppertal. „Die Bahnsteige sind verkommen, der Aufzug verdreckt und dauerdefekt, Rolltreppe und Kofferbänder stehen still, und Beleuchtungen, Beschilderungen, Überdachungen und Leuchtkästen seien technisch überholt und dank mangelnder Pflege verkommen“, beschriebt Schmidt den Zustand. Schmidt: „Wir sind nicht länger bereit, das so hinzunehmen.“

„Das Hauptbahnhofsgebäude bietet mit seiner heruntergekommenen Fassade auf Seiten der Gleise und den vielen Leerständen einen deprimierenden Anblick und stellt einen diametralen Kontrast zum neu gestalteten Döppersberg auf der gegenüberliegenden Seite dar“, so Schmidt weiter. 

Liberale fragen nach Zeitplan

Die FDP will nun wissen, wann die Mall in Betrieb genommen und die bislang leerstehenden Ladenlokale wann und von wem bezogen werden. Zudem wollen die Liberalen wissen, wie die Planungen für die Bahnsteige aussehen. „Wie kann man den gesamten Bahnhof in einen unserer Großstadt würdigen und zeitgemäßen Zustand versetzt und vor allem wann wird dies geschehen“, heißt es in einer großen Anfrage zur nächsten Ratssitzung. Zudem wollen die Freien Demokraten auch in Erfahrung bringen, wann die Gleise barrierefrei zugänglich werden und wie es um den Aufzug und die Anbindung an die Südstadt bestellt ist. 

Die bisherige Rat- und Tatlosigkeit der Verwaltung sei vollkommen unverständlich. „Die Zeit drängt, und Wuppertal darf und soll dabei sein Licht nicht unter den Scheffel stellen“, so Schmidt abschließend.