„Friederike“ ist nach Osten weitergezogen. Die Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für NRW wurde aufgehoben. Aber die Schäden im Bereich Wuppertal halten die Helfer weiter auf Trab. Die Zahl der Einsätze von Polizei und Feuerwehr ist um 11 Uhr sprunghaft gestiegen. Zur Koordinierung wurde in der Hauptfeuer- und Rettungswache ein Koordinierungsstab eingesetzt. Im Einsatz waren und sind Einheiten der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehren.

Update (17.30 Uhr)

Die Mitarbeiter der Firma Corolast an der Wittener Straße durften in der Mittagszeit das Firmengebäude nicht verlassen. Das erfuhr Wuppertal-total exklusiv. Umgestürzte Bäume hatten auf dem Parkplatz Autos unter sich begraben, Rolltore waren aus ihrer Verankerung gerissen worden.

Update (17 Uhr)

Zwei Feuerwehrleute sind durch den Sturm leicht verletzt worden. Sie befuhren mit einem Rettungswagen den Deutschen Ring in Varresbeck, als genau vor ihnen ein Baum auf die Straße fiel. Der Rettungswagen rammte den Baum, die Feuerwehrleute erlitten durch den Aufprall ein leichtes Schleudertrauma. Der Patient, der im Rettungswagen lag, wurde nicht verletzt.

Turmdach der Gemarker Kirche schwer beschädigt

Der Turm der Gemarker Kirche ist schwer beschädigt worden. Gegen 11.30 Uhr hob das Kupferblech der Dachhaube ab und landete auf dem Parkplatz an der Gemarker Straße. Dachteile flogen durch die Zwinglistraße bis zum Johannes-Rau-Platz am Rathaus. Das berichteten Augenzeugen Wuppertal-total. Die Zwinglistraße und die Gemarker Straße wuden daraufhin gesperrt.

Photovoltaikanlage stürzt auf Höhne

Die B7 musste zwischen Alter Markt und Werther Brücke teilweise gesperrt werden, weil Teile einer Photovoltaikanlage von einem Mehrfamilienhaus auf sie gestürzt waren. Zwischen Südstraße und Weststraße wurden Dachplatten von der Sparkasse auf die Fahrbahn der Straße Kleeblatt geweht. Auch sie musste gesperrt werden. Die B7 ist noch immer dicht. Aus Sicherheitsgründen wurde die provisorische Fußgängerbrücke Brändströmstraße über die Bahn gesperrt. Der Orkan hatte auch hier eine Angriffsfläche gefunden. Dadurch hatten sich Bretter gelockert. Um niemanden zu gefährden, wurde die Überquerung über die Bahngleise gesperrt. Am Nachmittag wurde die Sperrung wieder aufgehoben.

Linienführung der Busse teilweise geändert

Zahlreiche Buslinien mussten wegen gesperrter Straßen ihre Routen ändern und konnten einige Bereiche gar nicht ansteuern. Am Mittag fiel die Schwebebahn für rund 20 Minuten aus, weil in Vohwinkel ein Baum in das Gerüst gefallen war.

Auf vielen Straßen in der Stadt behindern umgestürzte Bäume den Verkehr. So auf der Nevigeser Straße, wo ein Baum nach Informationen der Westdeutschen Zeitung (WZ) in der Nähe der Bushaltestelle Gabelpunkt auf die Straße gefallen ist. Ein Bus konnte dort in letzter Sekunde halten und einen Aufprall vermeiden.

Bahn verkehrt erst am Freitag wieder

Die Deutsche Bahn hat den Fahrtbetrieb eingestellt und wird ihn nach eigenen Angaben wohl erst am Freitag (19. November) wieder aufnehmen. Das Regionalforstamt Bergisches Land rät dringend davon ab, den Wald zu betreten. Einige WSW-Buslinien nehmen alternative Linienwege und können einzelne Bereich nicht anfahren. Aktuelle Informationen gibt’s hier.