Am 28. November 2020 jährt sich der Geburtstag Friedrich Engels' zum 200. Mal. Zum Auftakt der Planungen dieses Jubiläums hatte die Stadt ins Historischen Zentrum eingeladen. Vor vollem, bis auf den letzten der 150 Plätze besetzten Haus wurde über die Möglichkeiten diskutiert, das Ereignis ins rechte Licht zu rücken.

Engels in all seinen Facetten beleuchten

Was hat Friedrich Engels mit Wuppertal zu tun? Diese Frage steht als Überschrift über den Feierlichkeiten zum runden Geburtstag des berühmten Sohnes der Stadt. In Barmen geboren und aufgewachsen, wurde Engels früh geprägt von den Folgen der Industrialisierung: Selbst ein Fabrikantensohn, beobachtete er schon als Schüler das Elend der Arbeiter und prangerte es an. In diesem Spannungsfeld zwischen Aufbruch in industrialisierte Zeiten und der Kritik an den herrschenden Zuständen bildete sich seine Haltung heraus, aus der das große gemeinsame Werk mit Karl Marx erwachsen sollte: Das kommunistische Manifest. Genau hier möchten die Kuratoren des Jubiläumsjahrs, Rainer Lucas und Hans-Dieter Westhoff, ansetzen: Engels soll in all seinen Facetten beleuchtet und diskutiert werden.

So möchten sie auf eine themenbezogene Spurensuche gehen, Engels, seine Zeit und seine Geschichte sollen in die Stadt getragen werden. Um Mitstreiter für eine dramaturgische Gestaltung mit vielen Formaten zu gewinnen, waren alle Interessierten eingeladen, in die Planungen mit einzusteigen.

Uni und Wuppertal Institut sagen Unterstützung zu

Für die Bergische Universität sagte Rektor Lambert Koch seine Unterstützung zu. Auch Uwe Schneidewind vom Wuppertal Institut unterstrich die Bedeutung des Jubiläums für Wuppertal: Damit habe die Stadt die Chance, sich breit mit dem Thema auseinanderzusetzen und ihre kreativen Potenziale zu nutzen. „Engels neu entdecken – als Schriftsteller, Philosoph, Revolutionär, Genussmensch und vieles mehr“, so bringt es Wuppertals Kulturdezernent Matthias Nocke auf den Punkt.

Für den kommenden Herbst sind Workshops geplant, in denen ein Grobprogramm entstehen soll. „Wir möchten ein großes Stadtevent daraus machen“, sagt Kurator Rainer Lucas. „Unser Ziel ist es, Wuppertal von seiner besten Seite zu zeigen.“