Kein halbes Jahr nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten öffnete in Wuppertal das Konzentrationslager (KZ) Kemna. Dort wurden die Häftlinge gefoltert, misshandelt und erniedrigt.

Am Sonntag (7. Juli) erinnert der Jugendring Wuppertal am Mahnmal Kemna an die Gräueltaten, die hier begangen wurden. Die Gedenkveranstaltung, bei der unter anderem Bürgermeisterin Ursula Schulz sprechen wird, beginnt um 14.30 Uhr.

Das Lager, eigentlich für 200 bis 300 Häftlinge vorgesehen, war zeitweise mit bis zu 1.000 Insassen belegt. Es befand sich in einem alten Fabrikgebäude zwischen Wupper und Bahnstrecke an der Beyenburger Straße und wurde nach einem guten halben Jahr im Januar 1934 geschlossen, die Häftlinge in andere KZ verlegt. Die Errichtung des Mahnmals (Foto links; Quelle: Frank Vincentz/CC BY-SA 3.0) hatte der Jugendring Wuppertal angeregt.