Immer mehr Menschen in Deutschland sind gefährdet, in Armut abzugleiten. So hat sich zum  Beispiel die Zahl der Berufstätigen, die unter die Schwelle der Armutsgefährdung fallen, nach einer Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung zwischen 2004 und 2014 mehr als verdoppelt. Damit sei die Armut trotz Arbeit in der Bundesrepublik stärker gestiegen als in jedem anderen EU-Land, so die Analyse. Als armutsgefährdet gilt, wer weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens verdient. 2004 lag die Zahl dieser Geringverdiener in Deutschland noch bei 1,9 Millionen Menschen. Im Jahr 2014 waren es laut der Studie 4,1 Millionen Arbeitnehmer. Zahlen, die einige jetzt im Wahlkampf lieber unter der Decke halten würden. Doch geht man mit offenen Augen durch unsere Stadt, so ist auch bei uns Armut erfahrbar. Eine solche Erfahrung hat Melanie Ruhnau jetzt in Barmen gemacht und schrieb uns dazu:

„Hallo liebe Leute da draußen, heute ging ich nach langer Zeit mal wieder durch Wuppertal Barmen. Mir fiel diese Frau auf, sie saß mit ihrem Hund Rocko auf dem Boden und wirkte hungrig. Keine Ahnung warum, aber ich sprach sie an. Sie erzählte mir, dass sie seit dem Tod ihres Mannes Obdachlos sei und auch kein Hartz lV bekäme, weil sie Obdachlos ist. Eine Wohnung bekommt sie nicht weil sie kein Hartz IV bekommt. Sie kann noch nicht einmal zur Tafel gehen, dort bekommt sie nichts, weil sie keinen Hartz IV Nachweis vorlegen kann. Es gibt da wohl eine Einrichtung, dort könnte sie einmal in der Woche eine warme Mahlzeit bekommen. Sie aber nicht, weil dort Hunde verboten sind. Wo willst du als Obdachlose deinen Hund lassen? Ich habe dieser Frau und dem Hund etwas zu Essen und ein paar gebrauchte Sachen gebracht. Die Nächte hier sind mittlerweile kalt und nass.“

Nach ihrem Erlebnis hat Melanie nun eine Bitte:

„Wenn jemand ein Paar feste, warme Schuhe und noch etwas Warmes anzuziehen für die Frau übrig hat, beides Grösse 36 - sie freut sich ganz sicher. Vielleicht hat noch jemand vom gestrigen Tag was Gekochtes übrig.

Als ich ihr die paar Sachen brachte, sagte sie mit Tränen in den Augen: " Heute ist Weihnachten für mich!" Sie hat sich 10tausend Mal bedankt.

Bitte, wenn es einen Vermieter mit Herz gibt, der der Frau und ihrem Hund eine kleine Bleibe bieten könnte ?! Ich vermittele weiter! Das Amt übernimmt doch die Kosten!!!!Die Frau sitzt täglich ab 14 Uhr neben Kodi,. Ich kann es wirklich nicht fassen! Und " DAS" in unserem Sozialstaat!!!! Bitte, wer helfen möchte, die Frau und der Hund sind ganz sicher dankbar. Ich wollte noch erwähnen dass die Frau keinen Alkohol trinkt!