Die Instandsetzung des denkmalgeschützten Jüdischen Friedhofs am Weinberg steht kurz vor dem Abschluss. Seit Jahren laufen die Arbeiten in Kooperation zwischen der Jüdischen Kultusgemeinde und dem Jobcenter mit Menschen des zweiten Arbeitsmarktes.

Der bereits 1896 angelegte Friedhof in Elberfeld bietet geradezu eine Zeitreise durch das letzte Jahrhundert. Die Grabsteine – lange lagen viele von ihnen umgestoßen auf dem Boden – ragen jetzt wieder empor, die unterschiedlichen zeittypischen Stile der Grabsteingestaltung des 20. Jahrhunderts werden deutlich, denn die Inschriften auf den restaurierten Grabsteinen sind durchaus lesbar.

Das vor dem Abschluss stehende Projekt habe eine stadthistorische Bedeutung, sind sich die Kooperationspartner Leonid Goldberg, Vorsitzender der Jüdischen Kultusgemeinde, und Thomas Lenz, Vorstandsvorsitzender des Jobcenters Wuppertal, einig. „Der Jüdische Friedhof am Weinberg ist ein Kulturgut der Stadt, an dem sich nicht nur die wechselhafte Geschichte der jüdischen Gemeinde im 20. Jahrhundert ablesen lässt", stellt Goldberg fest. „Vor zehn Jahren haben wir versucht, die Restaurierung des Friedhofs im Alleingang in Angriff zu nehmen und mussten erkennen, dass dies aus eigener Kraft nicht zu schaffen ist. Mit dem Jobcenter haben wir einen zuverlässigen Partner gefunden.“

„Bei diesem Projekt sind besonders die jüdischen Einwanderer als Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer zum Zuge gekommen“, stellt Lenz fest, „die Sinnstiftung ihrer Tätigkeit steht für sie außer Frage.“

Foto: Jobcenter