In BIHK-Blitzumfrage lehnen Unternehmen Vier-Tage-Woche ab

Foto: Frank Vincentz - CC BY-SA 3.0

Dreizehn Prozent bieten das Modell bereits an, die restlichen Betriebe können es sich nur bei unverÀnderter Wochenarbeitszeit oder ohne Lohnausgleich vorstellen, insgesamt 59 Prozent der bergischen Unternehmen lehnen die Vier-Tage-Woche kategorisch ab. Die restlichen Betriebe können es sich zumindest unter bestimmten UmstÀnden vorstellen: Das sind die Hauptergebnisse einer Blitzumfrage der bergischen Industrie- und Handelskammer (BIHK) zur Vier-Tage-Woche, an der sich insgesamt 409 bergische Betriebe beteiligt haben.

Bei den Unternehmen, die die Vier-Tage-Woche bereits eingefĂŒhrt haben, wurde vor allem auf die höhere FlexibilitĂ€t fĂŒr die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hingewiesen, was zu einer höheren Zufriedenheit der BeschĂ€ftigten und damit zu besserer Mitarbeiterbindung fĂŒhre.
Die Gegner der Vier-Tage-Woche halten diese in ihren Betrieben vor allem deshalb nicht fĂŒr umsetzbar, weil es den bestehenden ArbeitskrĂ€ftemangel noch weiter verstĂ€rken wĂŒrde. Viele wiesen auch darauf hin, dass mit einer Vier-Tage-Woche die ServiceansprĂŒche der Kunden nicht mehr erfĂŒllt werden könnten.

Bei denjenigen Betrieben, die sich eine Vier-Tage-Woche grundsÀtzlich vorstellen können, lehnen allerdings 80 Prozent einen vollen Lohnausgleich ab. Realistisch sei entweder eine unverÀnderte Wochenarbeitszeit oder eine Reduzierung ohne Lohnausgleich.
Knapp die HÀlfte der antwortenden Unternehmen bietet bereits flexible Arbeitszeitmodelle an. Am hÀufigsten genannt wurden Teilzeit, Gleitzeit, Vertrauensarbeitszeit und eine Kombination aus PrÀsenzarbeit und Homeoffice.

Von den ĂŒber 400 teilnehmenden Unternehmen waren 41 Prozent aus dem Dienstleistungssektor, 30 Prozent aus der Industrie, 17 Prozent aus den Bereichen Groß und Einzelhandel. Die restlichen zwölf Prozent teilen sich die Bereiche Banken und Versicherungen sowie das Verkehrs- und das Gastgewerbe. 50 Prozent der Antworten kamen von Kleinunternehmen mit bis zu zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 30 Prozent haben bis zu 50 und weitere 30 Prozent bis 100 und 12 Prozent ĂŒber 100 Mitarbeitende.

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