Mit vermeintlichen fünf Millionen Euro, um die er seine gutgläubigen Kunden betrogen haben soll, hatte sich der Wuppertaler Juwelier Adil Tat (42) im Februar mit Frau und Kinder in die Türkei abgesetzt (wuppertal-total.de berichtete exklusiv). Jetzt haben ihn dort wohl Privatdetektive aufgespürt. In einem ersten Gespräch, das von den Privatermittlern mitgeschnitten und wuppertal-total.de heute (22.3.) zugespielt wurde, versucht sich Tat zu rechtfertigen und stellt sich selbst als ein Opfer terroristischer Erpressung dar.

„Ich bin Adil Tat, hab circa seit 20 Jahre in Deutschland gelebt und bin seit 5. Februar in der Türkei“, beginnt das Gespräch. Durch gewisse Umstände sei er in eine Opferrolle geraten. „Ich bin in diese Rolle durch gewisse Personen gedrängt worden. Ich habe mich in die Obhut meiner Heimat begeben, und jeder, der Ansprüche gegen mich hat, kann das gerne hier in der Türkei gegen mich geltend machen.“

Frage: „Hast du jetzt keine Schulden und hast du auch wirklich niemanden in Deutschland betrogen?“

„Ich habe niemanden hintergangen. Meine Geschäfte haben gut floriert. Aber in den letzten beiden Jahren bin ich in die Ecke gedrängt worden.“

Frage: „Bist du mit leeren Händen in die Türkei gekommen? Wem gehört denn das Auto, das du fährst?“

„Das Auto gehört meiner Firma. Die Papiere laufen auch alle über mich.“ Er habe 30 Euro bezahlt, um mit seinem Auto in die Türkei einreisen zu können, erklärt Adil Tat den Fragestellern im Hintergrund.

Frage: „Wieso behaupten dann die Leute, dass du sie betrogen hast?

„Ich habe niemanden betrogen. Aber da man mich in die Ecke gedrängt hat, konnte ich nichts zurückzahlen. Ich konnte auch nichts zurückzahlen, weil der Insolvenzverwalter jetzt alles in seine Obhut genommen hat.

Frage: „Bist du denn jetzt mit leeren Händen gekommen und hast gar nichts.“

Er habe etwas Geld dabei, antwortet Tat darauf hin. „Ich habe nur einen gewissen Betrag an Geld und wie ihr gesehen habt, war ich gerade bei der Bank. Das hat 1,5  Sunden gedauert. Ich habe mich mit der Bank noch nicht einigen (keinen Abschluss machen) können. Sobald ich das geregelt habe, werde ich das Geld, das von mir gefordert wird, abstottern beziehungsweise dafür arbeiten.

„Wir haben nur die Aufgabe gehabt dich zu finden. Und man hat uns auch gesagt, dass du auch Verbindungen zum Terrorismus hast“, hört man dann den anonymen Fragesteller zum Ende hin. „Nein, das habe ich nicht“, antwortet Adil Tat. „Die Leute, die dir das gesagt haben, und das von mir behaupten, die haben selbst Verbindung zum Terrorismus. Denn der ist der Buchhalter der PKK.