Ja, es war schon eine ganz besondere Reise, von der die Kantorei Barmen-Gemarke jetzt zurückgekehrt ist. Den Anlass bildeten gleich zwei Jubiläen: das 40-jährige Bestehen der deutsch-israelischen Städtepartnerschaft von Wuppertal und Beer Sheva sowie das 70-Jährige der Kantorei. In Begleitung von Bürgermeisterin Ursula Schulz reisten Chor und das Orchester „l’arte del mondo“ nach Israel.

Gemeinsam mit der Kamea Dance Company führten sie die Matthäuspassion auf. Ihre Auftritte im Performance Center und im Jerusalem Theater fanden euphorische Besucher. Der Beer Shevas Oberbürgermeister Ruvik Danilovich hieß alle Mitwirkenden, besonders aber die Kantorei, herzlich willkommen. Das Arrangement von Orchester, Chor, Solisten und Tänzern wurde hoch gelobt und als Aufruf zur Verständigung gewürdigt, was bei den Wuppertalern auf große Freude stieß.

Auf der Fahrt nach Jerusalem besuchte der Chor die Glockenhöhlen von Bet Guvrin. Er nutzte das riesige Felsengewölbe für ein besonderes Klangerlebnis. Dirigent Volker Kempfling stellte die Sänger so auf, dass das Echo den Gesang intensivierte. In Jerusalem selbst trat die Kantorei auch im Abendmahlsaal und in der Dormitio-Abtei auf dem Zionsberg auf. Und darüber hinaus auch in der St. Anna-Kirche am Teich Bethesda und in der Erlöserkirche in der Altstadt. Letzte Station war Emmaus, wo der Chor in den Ruinen der ehemaligen Basilika aufgetreten ist.