Es sei seine erste Kriminalitätsstatistik, seit er im Amt sei, so Wuppertals neuer Polizeipräsident Markus Röhrl. Umso mehr freue er sich, Zahlen zu präsentieren, mit denen man durchaus zufrieden sein könne. Und in der Tat: Folgt man der Kriminalstatistik 2017 so hat Wuppertal im Vergleichzeitraum 2016 einen Rückgang der Kriminalität von 6,9 Prozent zu verzeichnen.

In absoluten Zahlen: Im zurückliegenden Jahr wurden 51.833 Straftaten registriert. 3.817 weniger als noch 2016. Dabei lag die Aufklärungsquote bei 52,6 Prozent. Insgesamt konnten 18.895 Tatverdächtige ermittelt werden. Dabei lag der Anteil der unter 21jährigen bei 23 Prozent

Für Sicherungsmaßnahmen sensibilisiert

Besonders rückläufig ist die Zahl der Wohnungseinbrüche. Sie sank um knapp 40 Prozent auf 1.118 Fälle. Dies wollte Markus Röhrl aber nicht nur auf die gute Arbeit seiner Beamten zurückführen: „Der Bürger ist hier in der Zwischenzeit sehr stark sensibilisiert. „Auch durch unsere Aktion „Riegel vor“.“ Aber auch bei den Wohnungsbaugesellschaften würden die Sicherungsmaßnahmen wieder stärker im Focus stehen. Zudem hätten „reisende Tätergruppen“, meist aus Osteuropa bis nach Georgien, wohl diesmal einen Bogen um Wuppertal gemacht. „Strengere Grenzkontrollen im Süddeutschen Raum haben hier sicherlich auch geholfen.“

Auch die Taschendiebstähle sind rückläufig. Sie verringerten sich 2017 um 805 auf insgesamt 1.997 Fälle. Ein Rückgang von 28,7 Prozent.

Besonders gravierend nehmen sich dagegen die Delikte rund um das Auto aus. Sie erhöhten sich um 11 Prozent auf 4.138 Delikte. „Ein Ausmaß an Kriminalität, das uns Sorgen bereitet“, erläuterte Röhrl. Das nächtliche „Komplettausschlachten“, besonders von BMW-Fabrikaten, sei zu einem Schwerpunkt geworden.