Nach dem Starkregen in Wuppertal, der zum Einsturz der Dachkonstruktion des Verbindungsbaus zwischen den Gebäuden HA und HB am Campus Haspel der Bergischen Universität geführt hatte, soll nun alles getan werden, um schnellstmöglich wieder einen ordnungsgemäßen Universitätsbetrieb in diesem Teil der Hochschule zu ermöglichen. Das teilte der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen (BLB NRW) jetzt mit.

So werden die Deckenverkleidungen des Gebäudes HB in den kommenden Tagen vorsorglich entfernt, da die Geräusche in diesem Trakt auf Schäden hindeuten. Zudem wird die Einsturzstelle komplett geräumt. Möglicherweise kritische Bauteile, wie durchfeuchtete Unterdecken, werden demontiert. Im Anschluss erfolgt eine weitere Bewertung der Statik. Ein Schadstoffexperte kommt hinzu, um mögliche Gesundheitsrisiken ausschließen zu können. Sobald der Keller im Gebäude HB begehbar ist, sind die Fachleute des BLB NRW zudem in der Lage, einen möglicherweise entstandenen Schaden an der Haustechnik zu begutachten.

Wann eine Wiederaufnahme des Unibetriebs in den betroffenen Gebäuden möglich ist, lässt sich aktuell noch nicht absehen. Deshalb prüft der BLB NRW in enger Abstimmung mit der Universität, ob schnell und unkompliziert alternative Räumlichkeiten gefunden werden können.

Bereits unmittelbar nach dem Unwetter war eine Sperrung des Komplexes veranlasst worden. Aufgrund der rasch eingeleiteten Maßnahmen konnten beispielsweise Forschungsrechner und medizinische Geräte aus dem Fachbereich Sportmedizin vor Folgeschäden bewahrt werden. Auch startete der BLB NRW gemeinsam mit Mitarbeitern der Universität 13 Kühl- und Gerfrierschränke der Bodenmechanik, die wertvolle Proben enthalten.