Nach einjährigen Sanierungsarbeiten erstrahlt der Wasserturm Lichtscheid im neuen Glanz – und das in den Abendstunden sogar vielfarbig. Wuppertal-total berichtete am 1. März bereits über die Testphase. Die Betonfassade des Turms, der Wuppertals höchsten Punkt markiert, war 42 Jahre nach seiner Inbetriebnahme ein Sanierungsfall. Die Arbeiten wurden im vergangenen Jahr abgeschlossen. Um den runderneuerten Turm ins rechte Licht zu setzen, haben die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) und die Abfallwirtschaftsgesellschaft (AWG) eine hochmoderne, computergesteuerte Lichtanlage installiert. Mit dem neuen Beleuchtungskonzept ist Lichtscheid nun auch aus der Ferne als prägnante Landmarke zu erkennen.

Anregung von der ISG Barmen-Werth

Die Anregung zur Illumination des Wasserturms kam von der ISG Barmen-Werth, deren Geschäftsführer Thomas Helbig Kontakt mit WSW-Geschäftsführer Martin Bickenbach und der AWG aufnahm. Auch die Bezirksbürgermeister von Barmen und Ronsdorf, Hans-Herrmann Lücke und Harald Scheuermann-Giskes, schlossen sich dem Wunsch an. Daraufhin entwickelten die WSW ein flexibles Beleuchtungskonzept mit verschiedenen Themenwelten.

Energiekosten unter einem Euro pro Tag

„Dabei können wir auch auf besondere Anlässe wie die Fußball-Weltmeisterschaft oder das Stadtjubiläum 2019 eingehen“, berichtet Martin Bickenbach. Die Lichtanlage besteht aus 600 energieeffizienten LED-Lämpchen, die den Turm mit einer Lichtleistung von über 50.000 Lumen anstrahlen. „Die Energiekosten betragen pro Tag weniger als ein Euro“, erklärt der Geschäftsführer, „das war für uns ein wichtiger Faktor.“ Die LED-Strahler sind zudem deutlich insektenfreundlicher als herkömmliche Lichttechnik, der Strahlungskegel endet am Rand des Wasserturms. Beleuchtet werden nur der Turmschaft und die rund 1.000 Quadratmeter große Unterseite des Wasserturms.