Im Skulpturenpark Waldfrieden ist seit Samstag (28. April) eine Ausstellung mit 19 Werken von Markus Lüpertz zu sehen. Er gilt als einer der bedeutendsten Künstler der Gegenwart. Die Ausstellung mit Gipsskulpturen des Bildhauers, der von der Malerei her kommt, unter dem Titel „Der Tod, der bleiche Freier“ läuft bis zum 5. August. Das manipulativ-demiurgische Element in Lüpertz' Skulpturen oder die Komik und das Groteske finden einen besonderen Raum in seinen Werken.Anders als Bronze, die immer gleich die ganze abendländische Kunstgeschichte evoziert, lässt Gips viel Spontaneität zu, die für Lüpertz' Schaffen eine äußerst wichtige Kategorie ist.

Der Tod, an den der Titel der Ausstellung erinnert, begleitet Lüpertz mehr oder weniger sichtbar im Hintergrund vieler seiner Werke. Explizit erscheint dieses Thema bei Lüpertz aber auch in seiner Dichtung. So zitiert der Ausstellungstitel aus einem seiner bisher unveröffentlichten Gedichte. Lüpertz wurde am 25. April 1941 im böhmischen Liberec geboren. Nach dem Kriegsende flüchtete seine Familie nach Westdeutschland und siedelte sich im Stadtteil Rheydt des heutigen Mönchengladbach an.

Seine Ausbildung zum Künstler begann 1956 mit einem Studium an der Werkkunstschule Krefeld bei Laurens Goosens. Nach einem kurzen Studienaufenthalt an der Düsseldorfer Kunstakademie im Jahr 1961, die er bereits nach kurzer Zeit wegen einer Schlägerei verlassen musste, lebte und arbeitete Lüpertz zunächst als freischaffender Künstler in Düsseldorf. 1962 wechselte er nach Berlin, um dem Wehrdienst zu entgehen. Dort machte er, vor allem dank der Ausstellung „Markus Lüpertz. Dithyrambische Malerei", die 1965 in der von ihm gemeinsam mit Künstlerkollegen gegründeten Galerie Großgörschen 35 stattfand, die Kunstwelt auf sich aufmerksam.

  • Eine Übersicht über Lüpertz' Ausstellungen findet ihr hier.