Wer dem ganzen Karnevalstrubel entfliehen möchte aber auf viel Spaß trotzdem nicht verzichten will, sollte doch einfach an diesen jecken Tagen ins Theater gehen. Auf dem Spielplan der Wuppertaler Bühnen steht am Rosenmontag ab 19:30 Uhr als Karnevalsspezial die Komödie „Pension Schöller“. Anschließend gibt es im Kronleuchterfoyer Tanz und Live-Musik mit der Band Blue Velvet.

Schöller-Premiere ist am Samstag (10.2.) um 19:30 Uhr im Opernhaus und heute Abend (9.2.) gibt es um 19 Uhr eine öffentliche Generalprobe zugunsten der AIDS-Hilfe Wuppertal. Ebenfalls im Opernhaus.

Der Inhalt des Lustspiels passt sicherlich zu den tollen Tagen, stellt sich doch auch hier die Frage: Wer ist hier eigentlich verrückt und wer normal?

Philipp Klapproth scheint das ganz genau zu wissen und begibt sich auf einen exotischen Trip in ein Etablissement, das er für eine moderne Irrenanstalt hält: Die Pension Schöller! Und in der Tat begegnen ihm hier exzentrische Gäste, die, jeder auf seine Art, ihre ganz eigene Party zu fei­ern scheinen. Gut, dass sie alle eingesperrt sind und hervorragend betreut von Direktor Schöller. Klapproth amüsiert sich köstlich und verulkt die »Irren«, indem er ihnen das Blaue vom Himmel verspricht. Er hat aber nicht damit gerechnet, dass die Irren ihn bis nach Hause verfolgen und an den Rand des Wahnsinns treiben. Als die bizarren Pensionsgäste nach Klapproths Abrei­se einer nach dem anderen auf seinem Landgut auftau­chen, jede Menge Ansprüche stellen und auch noch Heiratspläne schmieden, gerät er in Panik: Wo bleibt bloß Schöller mit den Zwangsjacken? 

Das 1890 in Berlin uraufgeführte Stück von Wilhelm Jacoby und Carl Laufs lebt von seinen überdrehten Dialogen und irrwitzigen Pointen, die in rasantem Tempo vorgeführt werden. Auch zahlreiche Verfilmungen zeugen von seiner komödiantischen Schlagkraft.

Pension Schöller: Inszenierung Alexander Marusch. Mit: Thomas Braus, Miko Greza, Philippine Pachl, Alexander Peiler, Martin Petsch, Julia Reznik, Konstantin Rickert, Lena Vogt und Stefan Walz.