Im Mordfall Christa und Enno Springmann könnte es zu einer überraschenden Wende kommen. Mit der Verhaftung des Springmann-Enkels Benjamin und dessen Freund Ioannis P., drei Monate nach der schrecklichen Bluttat, schien der Fall aufgeklärt. Wie der „Express“ in seiner Düsseldorfer Ausgabe dazu nun berichtet, haben die Anwälte von Benjamin S. jetzt die Aufhebung des Haftbefehls beantragt. Grund: Mangelnder Tatverdacht. Die Polizei soll selbst Spuren am Tatort produziert haben.

Folgt man dem „Express“, so sind die Anwälte der Überzeugung, „dass es keine Tatortspuren gibt, die den Enkel belasten und das sich die angenommenen Tatzeiten und vermutlichen Todeszeitpunkte nicht mit der Anwesenheitszeit des Enkels bei den Großeltern decken.“ Das behauptete Motiv Habgier und Angst vor einer möglichen Enterbung sollen die Anwälte für nicht erwiesen halten, will der „Express“ erfahren haben.

Benjamin S. wurde anfänglich von dem Wuppertaler Strafverteidiger Harald Benninghoven vertreten. Der wurde jedoch in der Zwischenzeit entpflichtet. S. wird nun von den Strafverteidigern Prof. Klaus Bernsmann, Dr. Katharina Rausch und Dr. Rüdiger Deckers aus der Kanzlei des Düsseldorfer Staranwalts Dr. Sven Thomas vertreten.