Der Streik im Öffentlichen Dienst in Wuppertal am Dienstag (20. März) haben sich nach Angaben der Gewerkschaft Verdi etwa 1.200 Beschäftigte beteiligt. Zur zentralen Kundgebung vor dem Wuppertaler Rathaus in Barmen waren am Vormittag knapp 1.000 Teilnehmer erschienen. Etwa die Hälfte von ihnen waren unter dem Motto "Es geht um mehr" und mit der Ansage "Wir sind es wert" angeführt von einer Trommlergruppe vom Schauspielhaus über die B7 und den Werth nach Barmen gezogen. Vor dem Rathaus trafen sie sich mit den Teilnehmern eines weiteren Demonstrationszuges, der sich von der WSW-Zentrale an der Bromberger Straße auf den Weg gemacht hatte.

Verdi hätte sich noch mehr Streikende gewünscht

In vielen Bereichen blieb die Arbeit liegen. So war das Einwohnermeldeamt komplett geschlossen. Rund die Hälfte der 65 städtischen Kindertagesstätten wurde bestreikt. Geschlossen hatten aber nur einige von ihnen. Die stellvertretende Wuppertaler Verdi-Geschäftsführerin Silke Iffländer bezeichnete den Warnstreik zwar erfolgreich, sie hätte sich aber noch mehr Streikende gewünscht.

Am Mittwoch wird die Rheinbahn bestreikt

Wuppertaler, die in und um Düsseldorf arbeiten, sind auch am Mittwoch (21. März) von Warnstreiks betroffen: Der Bus- und Bahnverkehr der Rheinbahn wird dann voraussichtlich nahezu komplett lahmliegen. Der 24-Stunden-Streik soll am Mittwochmorgen um 3 Uhr beginnen. Betroffen davon ist das gesamte Netz der Rheinbahn, das sich über die Stadt Düsseldorf, den Kreis Mettmann mit den Wuppertaler Nachbarstädten Mettmann, Haan und Wülfrath und die Stadt Meerbusch erstreckt, sowie die Verbindungen nach Duisburg, Krefeld, Neuss und Ratingen.