Am 9. Februar 2018 starb der 43jährige Hamit P. bei einem Polizei-Einsatz in seiner Wohnung in der Elberfelder Opphofer Straße (wuppertal-total.de berichtete ausführlich). Jetzt hat die Staatsanwaltschaft gegen den SEK-Beamten, der den Schuss abgab, ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung eingeleitet. Es bestehe ein Anfangsveracht. Das berichtet bild.de. Hamit P. sollte von einer Spezialeinheit festgenommen werden. Dabei fiel der tödliche Schuss. Angeblich war der Getötete Boss des „Osmanen“-Ortsvereins Wuppertal.

Wie bild.de weiter berichtet, sei der frühere Rocker-Boss nach ersten Ermittlungen nicht bewaffnet gewesen und es gebe wohl Hinweise, dass eine Schussabgabe wohl nicht notwendig war. Warum der Beamte schoss und ob er eventuell von Hamit P. körperlich angegriffen wurde oder eine Notwehrsituation bestand, ist nun Gegenstand weiterer Ermittlungen.

Erklärung der Staatsanwaltschaft

Dazu erklärt die Staatsanwaltschaft Wuppertal: „Gegen den Verstorbenen, der mutmaßlich ein hochrangiges ehemaliges Mitglied einer bundesweit agierenden Rockergruppierung war, führte die Staatsanwaltschaft in einem Sonderdezernat für Umfangsverfahren ein Ermittlungsverfahren wegen des dringenden Tatverdachts erheblicher szenetypischer Straftaten. Im Zuge der Ermittlungen sollte der später Verstorbene verhaftet werden. Da nach polizeilichen Erkenntnissen von einer Bewaffnung des Verdächtigen auszugehen war und er als gefährlich galt, erfolgte der polizeiliche Zugriff durch die Spezialeinheit.

Ob der Beamte bei dem Schuss auf den Verdächtigen, der im Zeitpunkt des Zugriffs nach derzeitigem Kenntnisstand nicht bewaffnet war, von einer Notwehrsituation ausgehen konnte, ist ein zentraler Aspekt der andauernden intensiven Ermittlungen.“