Nachwuchs bei den Eselspinguinen

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Mit etwas Geduld ist derzeit in der Gemeinschaftsanlage für die Königs- und Eselspinguine im Grünen Zoo ein kleines Eselspinguinküken zu entdecken.
Mit Hilfe seines Eizahns, der sich an der Schnabelspitze befindet, schlüpfte der winzige Pinguin Anfang der Woche aus seinem Ei. Die meiste Zeit sitzt das Küken allerdings noch geschützt unter dem warmen Gefieder seines Elternpaares und ist daher dann nicht zu sehen. Das Junge wird mit hochgewürgtem Fischbrei von Mama und Papa Pinguin gefüttert.
Eselspinguine bebrüten ihre Eier in einem Steinnest, die Steine werden meistens vom Männchen zusammengetragen und der Partnerin als Geschenk überreicht – in der Brutzeit sind Steine deshalb sehr begehrt und werden auch schon mal dem Nachbarn aus dem Nest geklaut. Ihren Namen hat die Art von ihrem eselsartigen Geschrei, mit dem vor Eierdieben gewarnt wird und das auch während der Paarungszeit laut und deutlich im ganzen Zoo zu hören ist.

Eselspinguine gelten als die schnellsten Schwimmer unter den Pinguinen, sind aber zugleich auch als die scheueste Pinguinart bekannt. Im 19. Jahrhundert waren die Bestände der Eselspinguine zum Teil drastisch zurückgegangen, weil die Eier für den menschlichen Verzehr gesammelt wurden und ausgewachsene Pinguine abgeschlachtet wurden, um aus ihrer Fettschicht Öl zu gewinnen. Inzwischen werden sie aber von der Weltnaturschutzunion IUCN als ungefährdet eingestuft.
In ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet brüten Eselspinguine in Kolonien auf subantarktischen Inseln und der Antarktischen Halbinsel. Die größten Brutkolonien gibt es auf den Falklandinseln vor der Ostküste Südamerikas, wo mehr als zwei Drittel des globalen Bestands brüten, weitere große Brutkolonien befinden sich auf Südgeorgien und den Kerguelen.

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