Die Nachfrage nach der Historischen Stadthalle Wuppertal ist groß. Im letzen Jahr waren es rund 520 Veranstaltungen, die in Wuppertals „Schmuckkästchen“ über die Bühne gegangen sind. Was viel Arbeit für die Mitarbeiter bedeutet. Muss das rund 50-köpfige Team von Geschäftsführerin Silke Asbeck doch nahezu täglich kräftig umräumen. Allein der große Saal wurde im letzten Jahr 300-mal umbestuhlt. Durch die inzwischen deutlich erhöhte Hotelbetten-Kapazität rechnet Geschäftsführerin Silke Asbeck künftig mit noch mehr Nachfrage.

Besondere Akustik wissenschaftlich belegt

In der Zeit von 1992 bis 1995 wurde die Stadthalle für über 40 Millionen Euro aufwändig restauriert und alte Sünden wie die Übermalung der Deckenbemalung und des abgeschlagenen Stucks wieder rückgängig gemacht. Seitdem erstrahlt sie wieder in vollem Glanz und genießt in der internationalen Musikwelt dank ihrer hervorragenden Akustik einen besonders guten Ruf. Finnische Forscher haben die besondere Akustik mittlerweile sogar wissenschaftlich belegt.

So ist es kaum verwunderlich, dass sich im letzten Jahr rund 210 000 Besucher zu einer oder mehrerer der Veranstaltungen eingefunden haben. In der Stadthalle ist in den acht Sälen nahezu alles möglich, und so folgt auf ein Sinfonieorchester auch mal eine „Tattoo Convention“, auf „Nussknacker on Ice“ – und zwar echtem Eis – eine Aufsichtsratssitzung oder auch der Auftritt eines Comedians oder eine „Ü30“-Party mit 3 000 Gästen. „Hier geht alles“, sagt Silke Asbeck.

Auch dieses Jahr wieder „volles Programm“

Auch in diesem Jahr steht wieder ein volles Programm an. Ein Highlight ist sicherlich die Jubiläumsveranstaltung des Klavierfestivals Ruhr, bei dem sich Weltkünstler in Wuppertal die Klinke in die Hand geben werden. Was Asbeck und ihr Team für die Zukunft besonders zuversichtlich stimmt, ist der derzeitige Wachstum an Hotelkapazitäten in der Schwebebahnstadt. „500 neue Betten sind es derzeit, und weitere sind in Planung. Für uns schafft das eine komplett andere Verkaufssituation als Veranstaltungsort“, freut sich Asbeck. Viele Großunternehmen hätten bis dato keine Veranstaltung in Wuppertal gebucht, weil sie ihre Gäste nicht adäquat hätten unterbringen können. Die neue Situation bringe viele Veranstaltungsagenturen auf den Plan, die genau aus diesem Grund Wuppertal als Veranstaltungsort nicht auf dem Schirm hatten. So werden es wohl neben den Wuppertalern und ihren Nachbarn in Zukunft noch viele Besucher mehr, die „unser“ Schmuckkästchen bestaunen werden.