Auf längere Staus müssen sich die Pendler Richtung Solingen erneut einstellen. Nachdem ein erster Termin für die aufgrund vermuteter Weltkriegsbomben angesetzte Bodenuntersuchung von der Fachfirma am Montag (20. November) wegen Personalengpässen nach krankheitsbedingten Ausfällen hatte kurzfristig abgesagt werden müssen. Zwei Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg werden nämlich in unmittelbarer Nähe der L357 vermutet – das ist die Verbindung von der A46-Abfahrt Haan-Ost nach Solingen-Gräfrath.

Jetzt wurde ein neuer Termin für die Untersuchung und eine mögliche anschließende Bombenentschärfung für Dienstag (28. November) angesetzt. Die Sondierungsbohrungen werden an der Straße Roggenkamp (L357) durchgeführt. Nach Auswertung von Luftbildaufnahmen besteht der Verdacht, dass womöglich zwei Blindgänger im Boden liegen. Die Punkte liegen etwa 75 Meter auseinander.

Sollte sich der Verdacht bestätigen und tatsächlich eine Entschärfung notwendig werden, müsste in einem entsprechend großen Radius ein Sperrkreis eingerichtet werden. Innerhalb dieses Kreises wären dann sämtliche Anwohner zu evakuieren. Auch die Zu- und Durchfahrt für den Straßenverkehr wäre dann während der Sperrung nicht möglich. Etwa 1.200 Personen wären davon betroffen. Auch mehr als 300 Betriebe liegen innerhalb des Radius, darunter der Großteil des Gewerbegebiets Piepersberg.

Kommt es zu einer Entschärfung, so werde diese aller Voraussicht nach im Verlauf des Dienstags abgeschlossen, erklärt das Solinger Ordnungsamt. Eine Ausdehnung in die Nacht oder gar auf den Mittwoch soll unbedingt vermieden werden. Aufgrund der erneuten Belastung der Anwohner und Firmen seien alle Beteiligten zudem bemüht, die Auswirkungen für den Verkehr soweit möglich in Grenzen zu halten, heißt es beim Ordnungsamt.

Im Falle der Sperrung sind erhebliche Behinderungen zu befürchten. Dann wäre die Wuppertaler Straße aus Richtung Vohwinkel kommend ab der Einmündung Piepersberg nicht mehr befahrbar. Der Verkehr müsste dann über die Nebenstraßen umgeleitet werden. Großräumiges Umfahren wird aber in jedem Fall empfohlen.