Nach dem schmucken Döppersberg soll in den kommenden Jahren im Zoo-Viertel ein weiteres architektonisches und städtebauliches Sahnestück entstehen. Der Wuppertaler Entwickler Thilo Küpper präsentierte gestern Abend (18.12.) zusammen mit Vertretern des städtischen Gebäudemanagements, der Stadtwerke, dem Jobcenter, und der kompletten Vereinsspitze des WSV seine Pläne für das neue Zoo-Stadion. „Ich möchte das schönste Stadion Deutschlands bauen“, so der Investor unter dem tosenden Applaus zahlreicher WSV-Fans. Und in der Tat sieht es recht schmuck aus, was der Investor zusammen mit dem Wuppertaler Architekten Antonio Quintiliani da geplant hat.

Ohne die alte Wallanlage zu beschädigen soll, um 6 Meter nach vorne verschoben, auf der Gegengeraden eine neue Tribüne errichtet werden. Dahinter dann, auf der zum Boettinger Weg hin liegenden Fläche, baut Investor Küpper ein multifunktionales Gebäude, das Gastronomie, Geschäfte, Büros und Flächen für kleinere Messen beinhalten soll. Der Gebäudekomplex zieht sich sowohl um die Gegengerade als auch um die Südtribüne herum. Über sämtlichen Zuschauerbereichen liegt ein freitragendes, lichtdurchlässiges Dach, das mit Sonnenkollektoren ausgestattet werden kann, um den Strombedarf des Stadions und wahrscheinlich auch des Zoos zu decken. 

So soll ein Ort entstehen, der nicht nur an 20 Spieltagen sondern an 365 Tagen genutzt werden kann. Küpper: „Ein tolles Stadion, das jeden Tag geöffnet ist.“

Für das neue Gebäude zahlt Investor Thilo Küpper eine Pacht. Für die Stadt als Eigentümerin des Stadions lässt sich so, trotz klammer Kassen, der Ausbau der Gegengeraden finanzieren. Bei dem Bau sollen, wie schon bem Ausbau der Stehplatz-Tribünen wieder Kräfte des so genannten zweiten Arbeitsmarkts zum Zuge kommen. Darum ist auch das Job-Center wieder im Boot. Die Kapazität des Stadions wird durch die Baumaßnahmen kaum verändert. Sie liegt auch zukünftig bei rund 23.000 Zuschauern.

Eine Baugenehmigung gibt es noch nicht. Es fehlt noch das Lärmschutzgutachten. Aber die Planer gehen davon aus, dass nichts mehr schief geht. Ein genauer Zeitplan soll im ersten Quartal 2018 verkündet werden.

-ulb-

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