Anfang März präsentierte Wuppertals Polizeipräsident Markus Röhrl die Polizeistatistik für das Jahr 2017. Eine Bilanz, die sich sehen lassen konnte: Im zurückligenden Jahr sank die Kriminalität in unserer Stadt um knapp sieben Prozent. Eine Entwicklung wie sie auch bundesweit zu verzeichnen ist. In Deutschland fiel die Zahl der registrierten Verbrechen auf dem tiefsten Wert seit 25 Jahren. Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr beträgt hier 9,6 Prozent. Das berichtet die „Welt am Sonntag“ unter Berufung auf die gesamtdeutsche Polizeiliche Kriminalitätsstatistik für 2017. Demnach hat es im Jahr 2017 5,76 Millionen Verbrechen in Deutschland gegeben. Ein absoluter Tiefstwert seit der Wiedervereinigung. Offiziell soll die Statistik am 8. Mai in Berlin vorgestellt werden.

Nach einer Auswertung der „Welt am Sonntag" entfallen etwa ein Drittel aller Verbrechen wie in den Vorjahren auf Diebstahlsdelikte. Es gab 2,09 Millionen Fälle, das ist ein Minus von 11,8 Prozent. So nahm der Ladendiebstahl um 6,6 Prozent auf 353.384 Fälleab. Der Taschendiebstahl ging um 22,7 Prozent zurück (127.376 Fälle). Außerdem wurden weniger Kraftfahrzeuge (33.263, minus 8,6 Prozent) und Fahrräder (300.006, minus 9,8 Prozent) gestohlen.

Laut Statistik wurde bei der Gewaltkriminalität ein Rückgang um 2,4 Prozent auf 188.946 Fälle verzeichnet. 137.058 davon waren Fälle von gefährlicher und schwerer Körperverletzung (minus 2,1 Prozent). Dagegen wurden mehr Morde registriert. Hier gab es ein Plus von 3,2 Prozent. Insgesamt handelt es sich um 785 Fälle.

Für den Vorsitzenden der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Oliver Malchow, ist diese Entwiclung laut „Welt am Sonntag“ „ein Beleg dafür, dass sich trotz des bekannten Personalmangels ein hoher Ermittlungsdruck der Polizei im bestimmten Kriminalitätsbereichen auszahlt“.