Vor welchen justizpolitischen Herausforderungen steht Nordrhein-Westfalen? Antworten auf diese Frage hatte Peter Biesenbach im Gepäck. Der NRW-Justizminister war zu Gast an der Bergischen Universität Wuppertal – und zwar auf Einladung der Bergischen Juristengesellschaft e.V.

Die Vortragsveranstaltung lockte über 70 Zuhörerinnen und Zuhörer in Hörsaal 26. Begrüßt wurden sie sowohl von Uni-Rektor Prof. Dr. Lambert Koch als auch von Prof. Dr. Wolfgang Baumann, Vorstandsmitglied der Bergischen Juristengesellschaft und Professor an der Schumpeter School of Business and Economics. 

„Wir wollen das Vertrauen in den Rechtsstaat wieder herstellen“, betonte Peter Biesenbach zu beginn seines Vortags. Dies sei durch Vorfälle wie die Kölner Silvesternacht erschüttert. Auf dem Weg dorthin gelte es allerdings, einige Herausforderungen zu bewältigen. Die steigende Zahl an Strafrechtsdelikten sowie das komplexer werdende Wirtschaftsstrafrecht beispielsweise würden viele Ressourcen binden, so der Minister. Zudem sei ein Wandel in der Qualität der Straftaten zu beobachten: weniger Einbrüchen stünden mehr Körperverletzungen gegenüber. Weitere Problemfelder seien das organisierte Verbrechen, Rocker-Banden, sogenannte No-go-Areas, Cybercrime und der Terrorismus.

„Dem organisierten Verbrechen wollen wir es so unbequem wie möglich in NRW machen“, so der Minister. Deshalb habe man Staatsanwältinnen und Staatsanwälte freigestellt, die sich nur auf diesen Bereich konzentrieren. Im übrigen habe er grünes Licht „für über 1.000 neue Stellen bekommen, die es 2018 zu besetzen gilt.“