Andreas Mucke, Wuppertals Oberbürgermeister (Foto links; Quelle: Stadt Wuppertal), hat am Rathaus ein sichtbares Zeichen für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen gesetzt. Mit dem Hissen der Flagge des weltweiten Bündnisses der „Mayors for Peace“ (Bürgermeister für Frieden) appelliert er an die Staaten der Welt, Atomwaffen endgültig abzuschaffen. Deutschlandweit beteiligen sich zahlreiche Städte am Flaggentag, der am Sonntag (8. Juli) gefeiert wird.

Ächtung der Atomwaffen

„Atomwaffen mit ihrer ungeheuren Zerstörungskraft gehören zu den furchtbarsten Waffen der Menschheit, die Tausende Tote, zerstörte Gebäude und eine verseuchte Umwelt zur Folge haben“, so Mucke. „Gerade jetzt braucht es viele Stimmen, die sich für die Ächtung der Atomwaffen einsetzen.“ Er fordert die Bundesregierung auf, noch stärker für ein weltweites Atomwaffenverbot einzutreten.

Wuppertal seit 1986 Bündnismitglied

Als eine der ersten deutschen Städte ist Wuppertal dem Bündnis „Mayors for Peace“ bereits 1986 beigetreten. Seit Jahrzehnten engagiert sich Wuppertal in der Friedenspolitik und pflegt seine Städtepartnerschaften. „Friedenspolitik ist nicht nur Sache von Staatsmännern und -frauen, sondern von jedem Einzelnen. Nicht in Erbfeindschaften zu denken. Vergebung und Verständigung. Darum geht es“, betont Mucke auch in Hinblick auf das besondere Erinnerungsjahr 2018.

Gründer war Hiroshimas Bürgermeister

„Mayors for Peace“ wurde 1982 vom Bürgermeister von Hiroshima gegründet. Das Netzwerk will durch Aktionen und Kampagnen die weltweite Verbreitung von Atomwaffen verhindern und deren Abschaffung erreichen. Dem Netzwerk gehören über 7.000 Städte und Gemeinden aus über 160 Ländern an. In Deutschland sind rund 470 Kommunen dem Bündnis beigetreten. Am Flaggentag nehmen inzwischen rund 270 Städte an der Aktion teil.