Andrang ohne Ende: Der Festgottesdienst zum Reformationsjubiläum in der Historischen Stadthalle war ein fulminanter Höhepunkt des Wuppertaler Reformationsjahres: Rund 3.000 Menschen waren in die „gute Stube“ der Stadt gekommen, um mit viel Musik und Predigtstimmen aus Reformation und Gegenwart zu feiern. Die Stadthalle musste sogar wegen Überfüllung gesperrt werden, selbst Landespfarrer wurden abgewiesen.

Der Gottesdienst des Evangelischen Kirchenkreises Wuppertal stand unter dem Motto „Was macht, dass ich so fröhlich bin?“. Weit vor seinem Beginn um 11 Uhr strömten die Besucher auf die Stadthalle zu. Schon bald waren der große Saal mit den Emporen und der Offenbach-Saal bis auf den allerletzten Platz gefüllt. Aber das Stadthallenmanagement reagierte schnell und so wurden nach und nach alle Säle der Stadthalle geöffnet, wenn auch die Zeit nicht mehr reichte, um in allen Räumen für Bestuhlung zu sorgen.

In Kirchentag ähnlicher Atmosphäre verfolgten die Besucher auch in den kleineren Sälen das Geschehen. In ihrer Predigt nahm Superintendentin Ilka Federschmidt Bezug auf Hanns Dieter Hüschs Text (nach Psalm 126) „Ich bin vergnügt, erlöst, befreit“, der zugleich auch das Motto für den Festgottesdienst geliefert hatte. In seinem anschließenden Grußwort betonte Oberbürgermeister Andreas Mucke die Bedeutung der Reformation: „Sie hat uns bis heute entscheidende Impulse von Freiheit und Toleranz gegeben.“

Großen Applaus gab es am Ende des Gottesdienstes für das musikalische Programm und den Projektchor zum Reformationsjubiläum unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Jens-Peter Enk. Superintendentin Ilka Federschmidt zeigte sich wie alle Verantwortlichen begeistert von der großen Resonanz aus der Stadt.