„Der letzte macht das Licht aus ... es sei denn, er vergisst es“, twitterte Emilio Giusti am Donnerstag (28.12.) Was war passiert? Am Vormittag wollte er in unserer Nachbarstadt Remscheid ein Auto anmelden „und betrat voller Euphorie das Ämterhaus über den Hintereingang“. Zu seiner Überraschung stand er in einer völlig leeren Wartehalle. Anstatt einer langen Menschenschlange, empfing ihn gähnende Leere . Nur: Im gesamten Gebäude brannte Licht! Alle Monitore waren in Betrieb und es lief Musik! Und auf dem unbesetzten Infoschalter stand ein Schild: „Die Infotheke öffnet um 7:30 Uhr“. „Da wir bereits 10:30 Uhr hatten, dachte ich, der gute Mensch sei vielleicht auf dem Klo.“ Also wartet Emilio Giusti, denn in der Zwischenzeit betraten weitere Kunden den Empfangsraum und irrten durch die Gänge.

Nach 15 Minuten machte sich Emilio Giusti dann doch Sorgen, ob dem Mitarbeiter oder der Mitarbeiterin auf der Toilette wohl etwa zugestoßen sein könnte. „Musst ich Hilfe holen?“ Aber alle Türen, an denen er klopfte, waren verschlossen. Es schien überhaupt kein Mitarbeiter im Gebäude zu sein. Also griff er zum Handy und wählte die Nummer der Stadtverwaltung. Dort lief ein Band mit dem tröstenden Hinweis, dass alle Ämter „aus Kostengründen“ zwischen den Feiertragen geschlossen seien und erst am 2. Januar 2018 wieder öffnen.

Erklärungsversuch der Verwaltung:  Angeblich sei ein Mitarbeiter im Amt gewesen, um Dringendes zu erledigen. Der habe nur vergessen, die Tür von innen abzuschließen, so dass nun auch Außenstehende Zutritt zum Ämterhaus gehabt hätten!! Zudem sei die Licht- und Bildschirmsteuerung nicht auf die Feiertage angepasst worden!