Die Wuppertaler kennen „ihre“ Justizvollzugsanstalt am besten unter dem Namen „Simonshöfchen“. Als diese im April 1980 in Betrieb ging, wurde sie nur JVA-Wuppertal genannt und löste die damals bestehende Vollzugseinrichtung am Bendahl ab, die später abgerissen wurde. Mit ihren 37 Jahren ist die jetzt offiziell JVA Wuppertal-Vohwinkel genannte Anstalt in die Jahre gekommen. Damit die Funktionsfähigkeit der JVA erhalten bleibt, lässt der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW die JVA derzeit sanieren.

Die geplanten Maßnahmen sehen die Grundinstandsetzung der Häuser und Funktionsbereiche sowie sonstiger Infrastruktureinrichtungen – verbunden mit dem ergänzenden Neubau mehrerer Gebäude – vor. Dadurch werden die gesamten bautechnischen Anlagen für einen langfristigen Weiterbetrieb der Anstalt instandgesetzt.

Zu der Grundsanierung gehören insbesondere eine Sanierung der Fassade und der das Gelände umgebenden Mauer, der Einbau von Etagenduschen auf den Haftabteilungen, die Erneuerung der haustechnischen Anlagen und der vollzugsspezifischen technischen Anlagen, insbesondere der Sicherheitstechnik und eine Verbesserung des baulichen Brandschutzes vor.

Im Zuge der Baumaßnahmen werden darüber hinaus die Dienstwohnungsgebäude, die Fahrzeughalle, das Verwaltungsgebäude sowie das Technik- und Küchengebäude abgerissen. Diese Flächen werden mit einem neuen Hafthaus, einem neuen Pfortengebäude und einem neuem Verwaltungsgebäude mit weiteren Funktionsbereichen bebaut. Zugleich werden dorthin Teile der bislang im Süden des Anstaltsgeländes befindlichen Werkhallen verlegt, um auf der früheren Fläche einen neuen Sicherheitszaun errichten zu können.

Durch den Neubau mehrerer Gebäude werden nicht nur kostenträchtige Übergangslösungen vermieden, sondern auch die betrieblichen und vollzuglichen Abläufe verbessert. Zugleich können die Sicherheit optimiert und dadurch der aktuell gebotene Sicherheitsstandard erreicht werden. Die Maßnahme erweist sich dementsprechend als wirtschaftlich und nachhaltig. Nach Abschluss des Bauvorhabens wird sich die Zahl der Haftplätze im „Simonshöfchen“ von 517 auf 580 erhöht. Die Fertigstellung soll bis 2023 erfolgt sein.