Die Plakataktion der Düsseldorfer Soko „Säure“ im Zusammenhang mit dem Anschlag auf den Top-Manager der RWE-Tochter „innogy“, Dr. Bernhard Günther, hat zwar zahlreiche Hinweise ergeben. Ob sie jedoch auf die Spur des oder der Täter führen werden, ist vollkommen offen. Man arbeite auch weiterhin fieberhaft an der Aufklärung, ließ die Düsseldorfer Kripo dazu verlauten. Unklar ist auch weiterhin das Motiv der Tat.

Mitten in die Aufklärung kommt die Nachricht, dass der Energieversorger EON die RWE-Tochter „innogy“, dessen Finanzvorstand das Opfer, Dr. Bernhard Günther ist, übernehmen will. Für RWE und Eon ist die Transaktion im Volumen von rund 20 Milliarden Euro eine Win-win-Situation: Der eine Konzern wird zum größten Stromproduzenten, der andere Konzern zum größten Stromverteiler in Deutschland. 

Für die 44 000 Mitarbeiter von „innogy“ ist die mögliche Zerschlagung ihres Unternehmens eine weitere Hiobsbotschaft. Erst musste ihr Vorstandchef, Peter Terium, völlig überraschend gehen, dann das Säure-Attentat auf Finanzvorstand Günther. Ob die Vorgänge etwas miteinander zu tun haben, wird sicherlich zu untersuchen sein. Verhandelt wurde schon länger.