Du bist Kundin der Stadtsparkasse Wuppertal? Dann hast du keinen Anspruch, in Formularen mit der weiblichen Form angesprochen zu werden. Das entschied heute (13.3.) der Bundesgerichtshof in Karlsruhe und wies damit die Revision einer Sparkassen-Kundin aus dem Saarland zurück, die auch in unpersönlichen Vordrucken als „Kundin“ und nicht als „Kunde" angesprochen werden wollte. Sie sah einen Verstoß gegen den im Grundgesetz garantierten Gleichheitsgrundsatz.

Nach Auffassung der BGH-Richter aber haben Frauen kein Recht auf eine weibliche Ansprache in Formularen. Mit der verallgemeinernden Ansprache in männlicher Form werde sie nicht wegen ihres Geschlechts benachteiligt, so die Richter. Die Anrede „Kunde“ für Frauen sei weder ein Eingriff in das Persönlichkeitsrecht noch ein Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz, argumentierte das Gericht.