Weiter ging es heute Vormittag (7.7.) im Springmann-Prozess. Im Mittelpunkt des Verhandlungstages am Wuppertaler Landgericht stand ein Neffe von Enno Springmann. Er bestätigte, dass der Unternehmer hohe Erwartungen an seinen Enkel gehabt habe. Von seinem Sohn sei er enttäuscht gewesen.

Auf all zu viel Persönliches wollte sich der Zeuge aber nicht einlassen. Er vermutete zwar, Enno Springmann wäre sicherlich sehr erzürnt gewesen, hätte er vom Studienabbruch seines Enkels erfahren. Trotzdem glaubte der  Zeuge nicht, dass all dies zu einem endgültigen Bruch der beiden Männer hätte führen können.

Das Ronsdorfer Unternehmerehepaar Christa (89) und Enno (91) Springmann wurde am 19. März 2017 in ihrer Villa tot aufgefunden. Lange sorgte der Fall für Rätselraten. Drei Monate nach der Tat nahm die Polizei dann den Enkel der Opfer, Benjamin S. und dessen Freund, Ioannis P. fest. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen unter anderem zweifachen Mord aus Habgier vor.