Die Sanierung des Wuppertaler Schwimmsport-Leistungszentrums (SSLZ) gerät zur unendlichen Geschichte. Weitere Verzögerungen der eigentlich auf Ende März/Anfang April terminierten Wiedereröffnung sind unausweichlich. Vor Mitte Mai, davon ist auszugehen, wird's nichts mit der Eröffnung. Von einem Desaster zu sprechen ist angesichts der Pannenserie so weit hergeholt nicht.

Angelieferte Bleche sind zu lang

Diesmal sind es die wenige Zentimeter breiten Schlitzrinnen, über die der Beckenumlauf entwässert wird, die die Schuld tragen. Die österreichische Herstellerfirma hat sie zu lang angeliefert. Erst wenn sie auf das richtige Maß gebracht und eingebaut worden sind, kann mit den noch ausstehenden Fliesenarbeiten rund um das Becken begonnen werden. Die Stahlbleche vor Ort zu kürzen, scheidet aus, weil dadurch jegliche Gewährleistungsansprüche erlöschen würden.

Jetzt ist der SV Neuenhof erneut gefragt, sein Becken für das Schul- und Vereinsschwimmen zur Verfügung zu stellen – und zwar einerseits schon so bald wie möglich nach den Osterferien, andererseits auch noch im Mai, wenn die Sommersaison für die mehr als 2.000 Vereinsmitglieder (und zahlenden Tagesgäste !) beginnt.

Unaufschiebbare Wartung und Instandsetzung

Aktuell laufen die jährlichen Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten im Bad neben der Müllverbrennungsanlage der AWG. Ob die, zumal sie mit Rücksicht auf das geschlossene SSLZ fast drei Wochen später als üblich begonnen wurden, eine frühere Wiederöffnung als den 1. Mai zulassen, ist derzeit nicht absehbar. Sicher ist, dass Arbeiten an der Elektrik der Wasseraufbereitung und dem eigentlichen Becken unbedingt erledigt werden müssen. Frühestens in der Woche nach Ostern könne man hierzu eine belastbare Aussage treffen, erklärte ein Vereinssprecher gegenüber Wuppertal-total.