Helios Bürgerforum in Kooperation mit Deutscher Stiftung Organtransplantation und Verein Lebertransplantierte Deutschland / 30. Mai, 16:00 Uhr, Barmer Bahnhof

Der erste Samstag im Juni ist seit mittlerweile 36 Jahren der „Tag der Organspende“. Das Helios Universitätsklinikum Wuppertal nimmt dieses Datum zum Anlass, um darüber aufzuklären, welche große Bedeutung die Organspende hat. Dabei kooperiert das Haus mit der Deutschen Stiftung Organtransplantation und mit dem Verein Lebertransplantierte Deutschland e.V.

Wie wird der Tod eines Spenders festgestellt? Welcher Patient kommt zum Zug, wenn ein Spenderorgan zur Verfügung steht? Worauf ist beim Ausfüllen eines Organspende-Ausweises aber auch einer Patientenverfügung zu achten? Diese und weitere Fragen werden bei dem „Helios Bürgerforum spezial“ am Mittwoch, 30. Mai, um 16:00 Uhr im Barmer Bahnhof (Winklerstraße 2, Wuppertal) beantwortet.

In Deutschland warten aktuell mehr als 10.000 schwer kranke Menschen auf ein Spenderorgan. Einer davon wird im Barmer Bahnhof zu Gast sein. Daniel Groß aus Wuppertal wartet auf eine Niere und eine Bauchspeicheldrüse. Warum er es als Vorteil sieht, auf gleich zwei Organe zu warten, wird er vor Ort berichten.

Dr. med. Gabriele Wöbker, Chefärztin der Intensivmedizin und Transplantationsbeauftragte des Helios Universitätsklinikums Wuppertal, wird im Rahmen der Veranstaltung schildern, wie streng die Vorschriften sind, wenn es um die Feststellung geht, ob ein Organspender noch lebt. Gleichzeitig geht sie auf die Problematik ein, die sich aus Widersprüchen zwischen einer vorliegenden Patientenverfügung und einem Organspendeausweis ergeben können. Eine Frage dabei: Wenn die Patientenverfügung die Einleitung lebensverlängernder Maßnahmen ausschließt, widerspricht das einer Organentnahme nach einer umfangreichen Hirntod-Diagnostik? Hier wird sie versuchen, Klarheit zu schaffen.

Daniel Schrader von der Deutschen Stiftung Organtransplantation wird aufzeigen, wie die Organspende in Deutschland organisiert ist, wo es Verbesserungsmöglichkeiten gibt und wie Modelle in anderen Ländern aussehen. Und Dr. med. Scott-Oliver Grebe, Chefarzt der Nephrologie,  berichtet aus seinen Erfahrungen bei der Betreuung von Menschen, die auf die Dialyse angewiesen sind und sehnlichst auf ein Spenderorgan warten. Vor Ort informiert zudem der Verein Lebertransplantierte Deutschland e.V. über das Leben nach Erhalt eines Spenderorgans und über die Wichtigkeit der Organspende.

Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei. Eine Voranmeldung ist nicht notwendig. Für alkoholfreie Getränke ist gesorgt.