Tag des Artenschutzes – Lebensraum für Steinkäuze schaffen

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In diesem Jahr möchte die untere Naturschutzbehörde der Stadt anlässlich des jährlich am 3. März stattfindenden Tages des Artenschutzes auf den Steinkauz (Athene noctua) aufmerksam machen. Für diese deutschlandweit gefährdete Tierart hat Nordrhein-Westfalen mit zwei Drittel des gesamtdeutschen Brutbestandes eine ganz besondere Verantwortung.
Die kleine Eule mit den großen Augen repräsentiert als Leitart, also eine für ein Biotop typische Art, durch ihre Lebensraumansprüche eine ganze Lebensgemeinschaft von oftmals ebenfalls gefährdeten Tieren und Pflanzen. Sie steht mit ihrem Vorkommen maßgeblich für eine hohe biologische Vielfalt.

Steinkäuze brauchen zum Leben offene Wiesen mit kurzem Gras und Weiden, in Kombination mit einer Landschaft, in der es Kopfbäume, Hecken oder alte Streuobstgärten gibt, die ihnen geeignete Nistplätze bieten. Das können alte Baumhöhlen, Nischen an Gebäuden und Viehställen oder auch angebrachte Niströhren sein.
Wer jetzt im März abends an der Düssel spazieren geht, kann mit etwas Glück schon eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang die Balzrufe des Steinkauzes hören und den gefiederten Jäger vielleicht sogar beim Regenwurm- oder Feldmausfang beobachten.

Im Stadtgebiet Wuppertal ist das Vorkommen des Steinkauzes rückläufig – allerdings lassen sich die Lebensbedingungen für die Art durch die folgenden Maßnahmen verbessern:

  • das Anbringen von Nisthilfen
  • die Entwicklung und Pflege von Streuobstbeständen, Kopfbäumen und baumbestandenem Grünland
  • die Entwicklung und Pflege von Extensivgrünland


Die Untere Naturschutzbehörde der Stadt berät und unterstützt alle Interessierten gerne bei der Umsetzung.

Der Tag des Artenschutzes („UN World Wildlife Day“) ist ein im Rahmen des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES, Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora) eingeführter Aktions- und Gedenktag. Durch das am 3. März 1973 unterzeichnete Abkommen sollen bedrohte wildlebende Arten (Tiere wie auch Pflanzen) geschützt werden.

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