Es ist schon Tradition: Zwei Mal im Jahr richtet Wuppertal einen Gedenkgottesdienst für Verstorbene aus, deren Familie nicht ermittelt werden konnten. Meist Obdachlose, Suchtkranke aber auch ältere Menschen, die in ihren Wohnungen oft nur zufällig gefunden wurden. Zur Ankündigung der Gedenkfeier schaltete die Stadt sogar eine Traueranzeige. In dieser Anzeige werden alle Toten namentlich erwähnt.

Wie RP-Online dazu jetzt berichtet, sei auf der Liste der diesmal 47 Verstorbenen auch ein Namenloser. Dort stehe lediglich „Unbekannter Afrikaner“. Es sei das erste Mal, dass in der Traueranzeige jemand ohne Namen erwähnte werde, erfuhr RP-online dazu beim Presseamt der Stadt. Der Verstorbene sei ein Afrikaner gewesen,  der in einem Wuppertaler Krankenhaus behandelt worden sei. Der Mann, der keinerlei Unterlagen bei sich gehabt habe, sei dort  verstorben. Seine Identität habe nicht geklärt werden können.

Damit teilt er mit vielen anderen ein einsames Schicksal, deren Familien auch nicht auffindbar waren. Sie alle wurden und werden auf dem kommunalen Friedhof bestattet. Die Gedenkfeier für die Verstorbenen findet am Freitag (17.11.) um 17 Uhr in der Gemarker Kirche in Barmen statt. An der Trauerfeier wird auch Wuppertals Oberbürgermeister Andreas Mucke teilnehmen.