Traum eigener Pool: So lässt er sich energiesparend betreiben

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Die im Jahr 2022 eingeführte Energieeinsparverordnung stellte Poolbesitzer vor eine neue Herausforderung: Die traditionelle Beheizung von privaten Pools mit Gas und Strom war zeitweise verboten, neue Alternativen für energiesparendes Heizen umso gefragter. Auch wenn das Poolheizverbot mittlerweile wieder aufgehoben ist, stellt der hohe Energieverbrauch eines Pools gerade in Hinblick auf die steigenden Strompreise und das wachsende Umweltbewusstsein eine andauernde Herausforderung dar.

Viele Poolbesitzer und solche, die es werden wollen, suchen nach alternativen Methoden, um ihren Pool warm und einladend zu halten, ohne dabei unnötig Energie zu verschwenden. Glücklicherweise gibt es eine Reihe von innovativen Lösungen, die es ermöglichen, den eigenen Gartenpool auch energiesparend zu betreiben – die Ansätze schonen langfristig das Haushaltsbudget und die Umwelt. Dieser Artikel liefert wertvolle Tipps, um den Traum vom eigenen Pool nachhaltig und
verantwortungsbewusst verwirklichen zu können.

Die Poolabdeckung für mehr Sauberkeit, Sicherheit und Wärmeerhalt

Die passende Poolabdeckung bringt so einige Vorteile für jeden Poolbesitzer mit sich. Besonders hervorzuheben ist der deutliche Rückgang der Heizkosten sowie des Wasser- und Pflegemittelverbrauchs. Der Grund hierfür liegt darin, dass die Wasseroberfläche eines Pools der Hauptort für Wärmeverluste ist. Zusätzlich führt Verdunstung zum Wasserverlust, was wiederum die Zuführung von kühlerem Frischwasser erforderlich macht – ein doppelter Verlust in Bezug auf die
Wärme.

Eine Poolabdeckung ist eine einfache, aber effektive Maßnahme, um diesen Problemen entgegenzuwirken: Sie reduziert nicht nur den Wasserverlust durch Verdunstung, sondern minimiert auch die Abkühlung des Wassers über Nacht. Das Ergebnis: Einsparungen bei Wasser, Pflegemitteln und vor allem Heizkosten. Darüber hinaus bleibt das Poolwasser sauberer, da weniger Schmutz hineingelangt.

Moderne Poolüberdachungen bieten dabei zusätzliche Vorteile: Wer auch im Herbst und Winter im warmen Pool baden möchte, kann das mithilfe einer maßgeschneiderten Überdachung realisieren. Sie verwandelt ein Außenbecken in ein Schwimmbad mit den Vorteilen eines Indoor-Pools – dank des solaren Effekts, der die Luft zusammen mit dem Wasser erwärmt, ohne zusätzliche Kosten zu verursachen. Mit einer solchen Installation ist die Wassertemperatur unter der Überdachung im Vergleich zu einem nicht überdachten Pool um durchschnittlich 5°C erhöht. Zudem bieten
Poolüberdachungen eine verbesserte Sicherheit für Kinder und sorgen dafür, dass Unbefugte den Pool nicht betreten können. Hier können Poolbesitzer eine maßgeschneiderte Poolüberdachung kaufen.

Beckenisolierung schützt vor Abkühlung

Eine gute Isolierung des Pools trägt maßgeblich dazu bei, den Wärmeverlust und somit den Energiebedarf für das Heizen des Wassers zu reduzieren. Unabhängig von der Art des Pools – sei es ein freistehender Aufstellpool, ein teilweise oder vollständig in den Boden eingelassener Pool – macht eine sorgfältige Isolierung einen deutlichen Unterschied. Speziell für die Isolierung des Bodens empfiehlt sich die Verwendung von extrudierten Polystyrol-Platten, bekannt als Styrodur. Diese Platten zeichnen sich durch ihre Anpassungsfähigkeit an verschiedene Beckengrößen und -formen aus. Darüber hinaus bieten sie den Vorteil, dass sie verrottungsfest, wasserabweisend und trittfest sind.

Die Isolierung ist besonders wichtig, wenn geplant ist, den Pool vollständig in den Boden einzulassen. In diesem Fall ist eine Bodenisolierung nicht nur empfehlenswert, sondern sogar unerlässlich. Es lohnt sich auch, eine zusätzliche Isolierung der Beckenwände in Betracht zu ziehen. Für diese Zwecke bieten sich neben Styrodur auch spezielle Bodenplatten und Rundschalungen aus Perimeter Hartschaum.

Der Standort entscheidet mit über den Energieverbrauch

Die richtige Auswahl des Standorts kann tatsächlich dabei helfen, Kosten zu sparen. Ideal ist eine Lage, die sowohl sonnig als auch geschützt vor Wind ist. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Die Sonne kann das Wasser auf natürliche Weise und ohne zusätzliche Kosten erwärmen. Ein Standort, der vor Wind geschützt ist, verringert nicht nur das Risiko, dass Schmutz und Laub in den Pool geweht werden, was wiederum den Bedarf an Reinigung und somit den Energieverbrauch für die Wasserfiltration erhöht, sondern trägt auch dazu bei, den Wärmeverlust zu reduzieren. Darüber hinaus bietet die Nähe zu einem Dach zusätzliche Vorteile, indem so etwa die Nutzung von Dachflächen für solare Heizsysteme ermöglicht wird.

Die Auswahl der Poolheizung

Die Nutzung von Solarenergie ist nicht nur für den Innenbereich eines Hauses sinnvoll, sondern auch für die Beheizung des Pools. Das geschieht, indem das Poolwasser durch Röhren zirkuliert, die wiederum durch Solarpanels erwärmt werden. Solche Solarheizsysteme sind relativ günstig in der Anschaffung und verursachen auch kaum laufende Kosten. Selbst in gemäßigten Klimazonen können sie an den meisten Tagen des Jahres einen großen Beitrag zur Erwärmung des Poolwassers leisten und den Schwimmspaß so vergleichsweise kostengünstig ermöglichen.

Eine weitere effektive Methode zur Poolbeheizung stellt die Wärmepumpe dar. Im Vergleich zu herkömmlichen Wärmetauschern, die auf die Energie der Hausheizung angewiesen sind, kann eine Wärmepumpe bis zu 80% der Energiekosten einsparen: Sie zieht ihren Nutzen aus der Außenluft, um das Wasser zu erwärmen. Besonders effizient wird es, wenn die Wärmepumpe mit einer Solaranlage kombiniert wird: Diese Kombination verspricht konstant warmes Wasser bei minimalen Betriebskosten und ist damit eine der besten Lösungen für umweltbewusste und kostenorientierte Poolbesitzer.

Stromsparende Poolpumpe

Poolbesitzer, die sowohl Energie sparen als auch die Wasserqualität ihres Pools verbessern möchten, sollten auf eine frequenzgesteuerte Poolpumpe umsteigen. Bei dieser modernen Technologie kann die Drehzahl der Pumpe je nach Bedarf angepasst werden: Im Filterbetrieb, beispielsweise nachts, lässt sich die Drehzahl reduzieren, was den Stromverbrauch erheblich senkt und gleichzeitig eine effizientere Wasserfiltration ermöglicht. Für intensivere Reinigungsprozesse, wie zum Beispiel die Rückspülung des Filters, wird die Drehzahl der Pumpe einfach erhöht – und schon wird das Poolwasser einer gründlichen Tiefenreinigung unterzogen.

Dank des adaptiven Laufverhaltens können bis zu 80 % des normalen Strombedarfs eingespart werden – das sorgt nicht zuletzt auch für eine verlängerte Lebensdauer der Pumpe, da diese nicht permanent ausgelastet ist. Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist die Geräuschreduktion, die sowohl für die Besitzer als auch für die Nachbarschaft von Vorteil ist.

Einige Pumpen mit modernen Technologien bieten sogar eine spezielle App an, mit welcher der Stromverbrauch der vorhandenen Poolpumpe analysiert werden kann – das hilft Besitzern dabei, ihren Energieverbrauch besser zu verstehen und zu optimieren. Viele Experten gehen nicht ohne Grund davon aus, dass frequenzgesteuerte Poolpumpen demnächst verpflichtend werden.

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