Derzeit treiben wieder dreiste Enkeltrick-Betrüger ihr Unwesen in unserer Stadt. Wie Wuppertals Polizeipräsident Markus Röhrl dazu gestern (7.3.) anlässlich der Präsentation der neusten Kriminalstatistik mitteilte, rufen Trickbetrüger derzeit vermehrt ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger unter einer Nummer 0202 110 ... an und geben sich als Polizisten aus. Dann erzählen sie folgende Geschichte:  Man habe bei einer Razzia in Osteuropa Mitglieder einer Diebesbande verhaftet. Bei den Verhafteten sei eine Liste mit Adressen bereits geplanter, zukünftiger Einbrüche gefunden worden. Dann erzählen sie dem Teilnehmer am anderen Ende der Leitung, auch seine Anschrift sei auf dieser Liste gewesen. Zumindest theoretisch müsse man in der nächsten Zeit mit einem Einbruch rechen.

Um Wertgegenstände und Bargeld dem Zugriff der Diebe zu entziehen, käme kurzfristig ein Polizeibeamter vorbei, um die Sachen sicher zu stellen. Und in der Tat: Kurze Zeit später taucht dann eine Person auf, die sich als Polizeibeamter ausgibt, um sich Schmuck und Bargeld aushändigen zu lassen.

Rentner um alle Ersparnisse betrogen

Leider funktioniert der Trick! Zumal die älteren Menschen oft mehrmals am Tag mit „Polizeianrufen“ bombardiert und eingeschüchtert werden. Letzter Fall: Ein Wuppertaler Rentner hat dem vermeintlichen Polizeibeamten nach zahlreichen Anrufen Schmuck im Werte von 110.000 Euro und 30.000 Euro Bares ausgehändigt.

Wie Polizeichef Röhrl dazu weiter erläutert, weiss man in der Zwischenzeit, dass ein Teil der Täter in einem Callcenter im türkischen Izmir sitzen. Nur seien die leider schwer erreichbar. Röhrl: „Die Zusammenarbeit mit den türkischen Behörden gestaltet sich für uns leider etwas schwierig.“

Achtung! Sollten Ihr einen solchen Anruf erhalten oder in eurem Bekankreis davon erfahren, wendet euch sofort unter 110 an eure Polizei!