Tuffi, unser liebster Elefant, macht mal wieder von sich Reden. Der Dickhäuter und sein beherzter Sprung in die Wupper. Spiegel online schildert in seiner jüngsten Ausgabe minutiös den Ablauf dieser rührenden Geschichte, die um die Welt ging.

Geplant habe der rührige Zirkusdirektor Franz Althoff die ganze Aktion als Marketinggag, weis Spiegel online zu berichten. Schon früher habe die 1946 in Indien geborene Elefantenkuh für solche Aktionen herhalten müssen. „Im Ruhrgebiet fuhr sie Straßenbahn, Solinger Bauarbeitern brachte sie Bierkästen ans Gerüst und in Duisburg schipperte sie bei einer Hafenrundfahrt übers Wasser“, so Spiegel online.

Im Juli 1950 startet der Zirkus Franz Althoff dann sein Gastspiel in Wuppertal. Und das Vermarktungstalent Althoff hatte eine Idee. Er beschließt mit dem Tier eine Schwebebahnfahrt zu machen.

Foto: Stadtarchiv Wuppertal

So habe sich am 21. Juli 1950 an der Schwebebahnstation Alter Markt in Wuppertal-Barmen ein Elefantenrüssel durch das Gitter am Fahrkartenschalter geschoben und fünf Fahrkarten zweiter Klasse hätten den Besitzer gewechselt - vier für die junge Elefantenkuh und eine für den Zirkusdirektor. „Pünktlich um 10.30 Uhr schwebt der Wagen Nummer 13 in Richtung Elberfeld in die Haltestelle, wo ein Abteil für Tuffi und ihre Begleiter reserviert ist“, erzählt der Spiegel online.

Was dann alles passierte, weiß in Wuppertal jedes Schulkind und sicherlich auch weltweit jeder Schwebebahnfan: Schon kurz nach dem Start wird es Tuffi zu bunt. Sie nimmt Anlauf, bricht durch die Seitenwand und stürzt 10 Meter tief in die Wupper, die an dieser Stelle nur 50 Zentimeter tief gewesen sein soll. Zum Glück bleibt sie unverletzt.

Erklärungsversuche, warum und wieso es überhaupt zu diesem Sprung kam, gibt es zur genüge. Spiegel online meint nun, das Gedränge unter anderem der mitreisenden Journalisten sei einfach zu groß gewesen. Dazu ein angeblich hysterischer Schaffner. Zudem sei Tuffi als Baby in einer Kiste aus Asien nach Europa gekommen.

Egal: Unser Tuffi bleibt unvergessen und für das Marketingtalent Althoff war es sicherlich auch ein Erfolg – wenn auch mit Schrecken.

spiegel online/-ulb-