Der Termin war gut gewählt. Der zweite Ostergottesdienst der katholischen Citykirche auf der Nordbahntrasse war am Ostermontag (2. April) gut besucht. Am stadtbekannten Steingarten von Martin Michels beim Bahnhof Loh fanden sich bei mildem Wetter über 100 Wuppertalerinnen und Wuppertaler aus vielen Stadtteilen ein, um den Gottesdienst gemeinsam mit Werner Kleine zu feiern.

Traditionell steht der Ostermontag in der römisch-katholischen Tradition unter dem Zeichen der Emmausgeschichte. In ihr wird überliefert, wie zwei der Jünger Jesu am Tag nach der Auferstehung von Jerusalem nach Emmaus gehen und sich über die für sie noch unverständliche Botschaft der Auferstehung unterhalten. Auch nachdem der Auferstandene sich zu ihnen gesellt, verstehen sie noch nicht – obwohl der ihnen erschließt, was passiert ist. Erst abends werden sie ihn im Zeichen des Brotbrechens erkennen.

Pastoralreferent Werner Kleine nahm Bezug auf diese Erzählung. Er ermunterte, wie die Emmausjünger ins Gespräch zu kommen. Der Glaube lebt von der Weitergabe der biblischen Erzählungen. Das ist die eigentliche Tradition: Das Erzählen der einen großen Geschichte der Auferstehung des Gekreuzigten in den vielen Lebensgeschichten der Menschen.
Zum Abschluss erbat Kleine den Segen für die Anwesenden und für die Stadt. Auch segnete er erneut die Steinmauer.

Werner Kleine als Handpuppe

Steingarten-„Patron“ Martin Michels selbst hielt eine besondere Überraschung vor. An seinem Steingarten präsentiert er nicht nur viele kleinere und größere Objekte, die den Garten auch für Passanten zu einem Erlebnis werden lassen; es finden sich auch zahlreiche Handpuppen an der Mauer oder auf der Hecke. Anlässlich des Ostergottesdienstes hatte er nun von der Wuppertaler Puppenmacherin Marina Berghaus eine Handpuppe mit dem Konterfei von Werner Kleine anfertigen lassen, die nun im Garten zu sehen ist (Foto links; Quelle: Christoph Schönbach).