Undichtes Schuldach in Wuppertal: GEW kritisiert Verzögerungen bei Sanierung

-wuppertaler /CCA


Schülerparlament macht auf Missstände aufmerksam

An der Grundschule Birkenhöhe in Wuppertal sorgt ein seit Monaten bestehender Wasserschaden für Unmut. Nach Angaben des Schülerparlaments dringt bereits seit Dezember Wasser in das Schulgebäude ein. Um die Feuchtigkeit aufzufangen, steht im oberen Flur dauerhaft eine große Mülltonne. Die Schüler beklagen neben der Geruchsbelästigung auch die Einschränkungen im ohnehin beengten Bereich der Garderoben.

Mit einem Schreiben an Oberbürgermeisterin Miriam Scherff und die Stadtverwaltung machten die Kinder auf die Situation aufmerksam. Darin weisen sie darauf hin, dass aus Gründen des Brandschutzes normalerweise keine Gegenstände in den Fluren abgestellt werden dürfen. Umso unverständlicher sei es für sie, dass die Mülltonne seit Monaten an zentraler Stelle verbleiben müsse.

Auch Spielgerät auf dem Schulhof seit Langem außer Betrieb

Neben dem Wasserschaden kritisieren die Schüler den Zustand des Schulhofs. Ein Klettergerüst ist seit längerer Zeit abgesperrt und kann nicht mehr genutzt werden. Zwar erkennen die Kinder die Notwendigkeit der Sicherheitsmaßnahme an, bemängeln jedoch, dass bislang weder eine Reparatur noch ein Ersatz erfolgt sei. Sie fordern eine zeitnahe Lösung, um die Spielmöglichkeiten auf dem Schulgelände zu erhalten.

GEW erhebt schwere Vorwürfe gegen Stadt und Gebäudemanagement

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Wuppertal unterstützt die Initiative der Schüler und sieht erheblichen Handlungsbedarf. Nach Auffassung der Gewerkschaft hätten die bestehenden Probleme bereits deutlich früher behoben werden müssen. Die anhaltenden Beeinträchtigungen durch Feuchtigkeit, Gerüche und eingeschränkte Nutzungsmöglichkeiten belasteten den Schulalltag und könnten zudem langfristig höhere Folgekosten verursachen.

Die GEW wirft Stadtverwaltung und Gebäudemanagement vor, auf den bekannten Schaden nicht mit der erforderlichen Geschwindigkeit reagiert zu haben. Aus Sicht der Gewerkschaft sei es nicht akzeptabel, dass ein derartiger Mangel über einen Zeitraum von rund sechs Monaten bestehen bleibe. Die Verantwortlichen müssten nun schnell und wirksam handeln.

Stadt verweist auf bereits eingeleitete Maßnahmen

Die Stadtverwaltung weist die Vorwürfe zurück. Nach Angaben des Presseamtes wurde die Dachundichtigkeit unmittelbar nach Bekanntwerden durch eine Fachfirma untersucht. Auf Grundlage dieser Begutachtung seien Reparaturarbeiten durchgeführt worden. Diese hätten jedoch nicht zum gewünschten Erfolg geführt, da die genaue Eintrittsstelle des Wassers trotz intensiver Untersuchungen nicht eindeutig lokalisiert werden konnte.

Inzwischen sei klar, dass eine umfassende Sanierung der gesamten Dachfläche erforderlich ist. Ein entsprechendes Angebot liege dem Gebäudemanagement bereits vor. Da die Arbeiten eine aufwendige Baustelleneinrichtung erfordern und mit erheblichem Lärm verbunden sind, sollen sie möglichst außerhalb des laufenden Schulbetriebs stattfinden. Derzeit werde geprüft, ob die Maßnahme während der Sommerferien umgesetzt werden kann.

Ersatz für defektes Spielgerät derzeit offen

Auch hinsichtlich des gesperrten Klettergerüsts verweist die Stadt auf technische und finanzielle Rahmenbedingungen. Das Spielgerät habe aufgrund seines Alters und des starken Verschleißes nicht mehr repariert werden können. Sobald von einem Gerät eine Unfallgefahr ausgehe, sei eine Absperrung unvermeidlich.

Ein unmittelbarer Ersatz sei jedoch nicht möglich, da Neuanschaffungen priorisiert, finanziert und ausgeschrieben werden müssten. Ob an gleicher Stelle künftig ein neues Spielgerät errichtet werden kann, steht nach Angaben der Verwaltung noch nicht fest. Zuletzt war auf dem Schulhof bereits eine neue Rutsche installiert worden, die mit Fördermitteln finanziert wurde.

Oberbürgermeisterin sichert weitere Schritte zu

Oberbürgermeisterin Miriam Scherff begrüßt das Engagement der Schüler und bewertet deren Einsatz für die eigene Schule positiv. Zugleich betont sie, dass Verwaltung und Fachstellen bereits intensiv an dauerhaften Lösungen arbeiten. Nach derzeitiger Planung soll das Schulgebäude während der Sommerferien ein vollständig saniertes Dach erhalten. Darüber hinaus werde sich die Stadt auch um die Zukunft des gesperrten Spielgeräts kümmern.

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